Merkel schuld an Pegida und AfD? (2x gedruckt) - QR Code Friendly
Berliner Morgenpost vom 02.01.2015, Leserbriefseite, Titel: "Kein Gespür mehr für den Volkswillen und die Lage der Nation"
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Ex-Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) gibt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit ihrem Mitte-Kurs die Schuld am Erstarken von Pegida und AfD, weil sie entschieden hat, lieber der SPD und den Grünen deren Themen wegzunehmen. Vor allem kritisiert Friedrich die Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft: "Natürlich war die Zustimmung zur doppelten Staatsangehörigkeit ein Fehler. Gerade in einer Zeit, in der die Menschen wieder nach kultureller Identität, Heimat und Zusammenhalt fragen, ist der leichtfertige Umgang mit der Staatsbürgerschaft falsch." Da muss ich Friedrich recht geben. Die Nation Deutschland ist nur geeint, wenn sie erfolgreich ist und sich mit den gesellschaftlichen Zuständen identifizieren kann. Das haben wir gesehen, als wir Fußball-Weltmeister in Brasilien wurden. Aber bei Problemen wie etwa während der Banken- und Euro-Krise oder jetzt bei den Pegida-Demonstrationen sieht das anders aus. Keiner sagt: "Wir sind die Banken, wir sind der Euro, wir sind die doppelte Staatsbürgerschaft, wir sind Zuwanderung, wir sind Asylanten, wir sind Flüchtlinge, wir sind Muslime, wir sind die Ungläubigen, wir sind die Tafel, wir sind Altersarmut und wir sind Hartz IV." Haben unsere Politiker überhaupt noch ein Gespür für den Volkswillen und die Lage der Nation?

Roland Klose, per E-Mail

Frankfurter Rundschau vom 02.01.2015, laut genios.de, Weiteres nicht bekannt
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Ex-Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) gibt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit ihrem Mitte-Kurs die Schuld am Erstarken von Pegida und AfD, weil sie entschieden hat, lieber der SPD und den Grünen ihre Themen wegzunehmen. Vor allem kritisierte der christsoziale Friedrich die Einführung der doppelten Staatsbürgerschaft. "Natürlich war die Zustimmung zur doppelten Staatsangehörigkeit ein Fehler. Gerade in einer Zeit, in der die Menschen wieder nach kultureller Identität, Heimat und Zusammenhalt fragen, ist der leichtfertige Umgang mit der Staatsbürgerschaft falsch."

Leider muss ich Hans-Peter Friedrich recht geben. Die Nation Deutschland ist nur geeint, wenn sie erfolgreich ist und sich mit den gesellschaftlichen Zuständen identifizieren kann. Das haben WIR im Sommer 2014 gesehen, als WIR Fußball-Weltmeister in Brasilien wurden: "WIR sind Weltmeister, WIR sind Deutschland!" Aber bei Problemen wie z. B. während der Banken- und Eurokrise oder jetzt bei den Pegida-Demonstrationen, sieht das ganz anders aus. Keiner sagt: "WIR sind die Banken, WIR sind der Euro, WIR sind die doppelte Staatsbürgerschaft, WIR sind Zuwanderung, WIR sind Asylanten, WIR sind Flüchtlinge, WIR sind Muslime, WIR sind die Ungläubigen, WIR sind die Tafel, WIR sind Altersarmut und WIR sind Hartz IV." Darüber sollten sich unsere Politiker einmal Gedanken machen. Haben Sie überhaupt noch ein Ohr frei für den Volkswillen und die Lage der Nation? Guten Rutsch in 2015!

Roland Klose, Bad Fredeburg
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