Am 9. November marschieren die aufgebrachten Menschenmassen in München in Richtung Feldherrnhalle und erklären die Regierung der Novemberverbrecher für abgesetzt. Nein, es ist nicht der 9. November 1989, der letztendlich am 03. Oktober 1990 zum "Tag der Deutschen Einheit" führte, sondern der 9. November 1923: Der Tag des Hitler-Ludendorff-Putsches. Duplizität der Ereignisse? Ja, aber heute dürfen wir freudig und ausgelassen - 22 Jahre danach - den Tag der Deutschen Einheit in München und in ganz Deutschland feiern. Dabei drängt sich mir im Freudentaumel unweigerlich die Frage auf, warum wir immer noch nicht einen "Tag der Europäischen Einheit" begehen und feiern dürfen? Die Europäische Union, den Euro, den Euro Sado Maso-Rettungsschirm und den Fiskalpakt haben wir ja schließlich schon. Als geeigneten zentralen Austragungsort für den Tag der Europäischen Einheit schlage ich hiermit die Akropolis in Athen und als Gastredner den Ex-Bundespräsidenten Horst Köhler vor. Von ihm stammt das treffliche Zitat: "Die Euro-Zone ist eine Schicksalsgemeinschaft." Recht hat er, insbesondere die Griechen können ein Lied davon singen. Das Schicksal Griechenlands in Europa wird nämlich gerade besiegelt. Roland Klose


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