Statt Briten-EU-Reform eine Eurozonen-Reform! - QR Code Friendly
Großbritanniens Premierminister David Cameron ist auf Europa-Tournee, weil er vor dem Referendum eine Reform der Europäischen Union durchsetzen will. Neben dem Briten-Rabatt will GB weitere Sonderrechte und eine Sonderbehandlung, denn Camerons Torie-Insel fühlt sich gegenüber den Mitgliedern der Eurozone benachteiligt.

Dafür brauchen wir aber keine EU-Reform, Mr. Cameron, um als kleiner David in Brüssel gegen den scheinbar übermächtigen Goliath EU anzukämpfen. Es reicht, wenn GB einfach der Eurozone beitritt. Ansonsten können wir Bremser wie Cameron in der EU nicht gebrauchen, ein Brexit wäre im Interesse aller Mitgliedsstaaten die logische Konsequenz.

Die einzig sinnvolle EU-Reform, die ich derzeit sehe und mir wünsche, wäre, wenn möglichst viele Mitgliedsstaaten der Eurozone die Vereinigten Staaten von Europa gründen könnten. Dann hätten wir wahrscheinlich eine EU der drei Geschwindigkeiten - EU ohne Euro, EU mit Euro und die Vereinigten Staaten von Europa mit Euro - aber ein adäquates Pendant zu den Vereinigten Staaten von Amerika, das ohne Vetorecht auskäme. Das brächte Europa endlich weiter voran.

Wenn z. B. Griechenland diesem föderalen Staatenbund angehören würde, dann bräuchten wir nicht mehr um griechische Reformen zu streiten. Alle Mitgliedsstaaten hätten eine einheitliche Gesetzgebung und einheitliche Standards auf allen Gebieten. Im Gegenzug könnte Griechenland wie Berlin und Bremen durch den Länderfinanzausgleich gestützt werden. Das Projekt Euro wäre damit zukunftssicher. Mein Fazit: Statt einer britischen EU-Reform eine Eurozonen-Reform realisieren, oder?

Roland Klose, Bad Fredeburg
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