Schloss Elmau, der G-Punkt (gedruckt) - QR Code Friendly
Frankfurter Rundschau vom 01.06.2015, laut genios.de, Titel: "Wie in einem Golfklub"
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Der G7-Gipfel findet am 7. und 8.6.2015 auf Schloss Elmau statt und wird damit zum G-Punkt der führenden Wirtschaftsnationen der Welt, welche diesem elitären Klub angehören dürfen. Denn, große und aufstrebende Nationen wie z. B. Russland, China, Brasilien und Indien gehören nicht dazu, weil sie es sich mit den sog. "Glorreichen Sieben" verschissen haben oder einfach wie die Hunde draußen bleiben müssen. Es ist wie mit der Mitgliedschaft in einem Golfklub. Erst wenn man prominent und reich genug ist, stehen einem alle Türen offen. Das Handicap spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

Schloss Elmau wurde von 1914-16 von dem zivilisationskritischen Philosophen und Theologen Dr. Johannes Müller (1864-1949) mit finanzieller Unterstützung von Elsa Gräfin von Waldersee als "Freiraum des persönlichen und gemeinschaftlichen Lebens" erbaut. Johannes Müller kritisierte nicht nur den westlichen Kapitalismus und Individualismus sowie den sowjetischen Kommunismus und Kollektivismus, sondern auch die Kirchen und vor allem die Anthroposophie, vor der er als Versuch der "Vergottung des Menschen durch den Menschen" eindringlich warnte. Deshalb kann der G7-Gipfel keinesfalls im Geiste von Dr. Johannes Müller stattfinden, der bereits im April 1933 als "Judenfreund" ins Visier des Reichspropagandaministeriums geriet und einer Hetzkampagne der bayerischen Provinzpresse ausgesetzt war.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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