Donald
Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in das Weiße Haus in Washington einzieht. Falsch, der Immobilien-Tycoon und US-Milliardär, Donald "Pöbel-Duck" Trump, ist auf dem besten Wege allen republikanischen Präsidentschaftskandidaten die Show zu stehlen und den amerikanischen Wähler zu amüsieren und zu begeistern.

Er will das Unternehmen USA mit seinen unorthodoxen Mitteln wieder groß machen. Trumps Kampf gegen das politische Establishment der Republikaner, der Medien-Mogule und TV-Sender kennt dabei keine Regeln und Tabus. Seine Auftritte als Pausenclown, Großmaul und privater Whistleblower bringen den Fersehsendern hohe Einschaltquoten und lassen seine Mitbewerber ziemlich blass aussehen: wie z. B. den stereotyp wirkenden Jeb Bush und den Tea-Party-Kandidaten Ted Cruz mit Maschinengewehr seines Sponsors.

Meine Frage: Wäre Donald Trump auch im Bundestagswahlkampf in Deutschland vorstellbar und ein Publikumsmagnet? Nein, sicher nicht. Denn mit seinem Vorhaben, eine Mauer gegen Einwanderer an der amerikanisch-mexikanischen Grenze errichten zu wollen, wäre er sofort als kalter Krieger in die braune Nazi-Ecke gedrängt worden.

Das Brechen von Regeln und Tabus bedeutet in Deutschland das politische Aus. Deutschland bevorzugt eher den Mutti- und Omityp als Bundeskanzlerin, gegen die kein anderer Kanzlerkandidat wirklich antreten möchte. Deshalb sind unsere Wahlkämpfe im Gegensatz zu den USA auch so gähnend langweilig und uninteressant.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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