Jews welcome! - QR Code Friendly
Ortsheimatpfleger Helmut Voß, Norbert Otto und Andreas Knappstein haben gemeinsam das Buch "Stolpersteine" verfasst, in dem sie von dem jüdischen Leben in 57392 Schmallenberg/NRW/Hochsauerland erzählen und von den Stolpersteinen, die vor insgesamt sieben Häusern von jüdischen Bürgern davon zeugen, dass dort bis zur Deportation in die Vernichtungslager Menschen jüdischen Glaubens gelebt haben.

Leider erzählt das Buch nur die Geschichten der Opfer - der Sterns, der Frankenthals und anderer jüdischer Familien aus Schmallenberg - ohne die Motive für die Diskriminierung, Ausgrenzung und die systematische Enteignung der Juden und die Vernichtung ihrer Synagoge in der Reichspogromnacht durch die einheimischen Täter überhaupt namentlich zu erwähnen. Es ist ein verlorenes Buch, weil eine moralische Wertung der historischen Ereignisse ausbleibt und somit das Geschehene letztendlich nicht zufriedenstellend verarbeitet werden kann. Versöhnung zwischen den Nachfahren der Opfer und Täter von damals kann deshalb mit diesem Buch nicht gefördert werden.

Als die ersten Flüchtlinge nach Deutschland und nach Schmallenberg kamen, gab es Begrüßungsfeste und Transparente mit der Aufschrift: Refugees welcome! Dasselbe wünsche ich mir auch in Bezug auf Menschen jüdischen Glaubens: Jews welcome! Je suis Jew! Je suis Artur Stern (heute: Falke-Fashion)! Je suis Hans Frankenthal!...usw. Schmallenberg darf nicht "judenfrei" bleiben.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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