Beruhigungspillen und Lügenmärchen! (2x gedruckt) - QR Code Friendly
Westfalenpost und Westfälische Rundschau/Mescheder Teil vom 30.11.2015, Seite 2
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Ich kann die Beruhigungspillen und Lügenmärchen unserer GroKo-Regierungspolitiker nicht mehr hören. Warum? Laut Auskunft des französischen Innenministeriums kamen zwei der drei Paris-Attentäter, die sich vor dem Stade de France in die Luft gesprengt hatten, mit der Flüchtlingswelle über Griechenland und die sog. Balkanroute nach Frankreich. Und was erzählt uns die deutsche Bundesregierung fortwährend? Das Flüchtlingsproblem darf nicht mehr der ISIS-Bedrohung vermengt werden. Es kommen keine Dschihadisten über die allzu beschwerlichen Flüchtlingswege in die EU und nach Deutschland, sondern nur Kriegsflüchtlinge, die vor Kriegen in ihren Heimatländern fliehen. Alles falsch.

Deshalb gilt zur Vorsicht und zu unser aller Sicherheit: Trau, aber kontrolliere und schau genau hin, wen wir da alles nach Deutschland einreisen lassen, um letztendlich Asyl zu gewähren. Willkommenskultur allein reicht diesbezüglich nicht aus. Dschihadisten und Terroristen sind in Deutschland keineswegs willkommen. Und die Asylbewerber müssen unserer Willkommenskultur auch mit einer Dankes-, Anpassungs- und Integrationskultur begegnen. Leider ist das nicht immer so. In unserem Hochsauerlandkreis fliehen sogar Flüchtlinge bei Nacht und Nebel aus den Flüchtlingsheimen, ohne sich überhaupt vorher registrieren zu lassen. So geschehen in Brilon und Meschede, wo 100 bzw. 60 Flüchtlinge auf einmal verschwunden waren. Sie haben unsere Willkommenskultur durch eine Flucht in die Illegalität in Deutschland eindeutig missbraucht. Genauso wie der algerische Flüchtling aus einem Flüchtlingsheim in Arnsberg, der unter dem Verdacht steht, von den Anschlägen in Paris bereits im Voraus gewusst zu haben. Oder sind diese aus unseren Flüchtlingsheimen geflüchteten Flüchtlinge sogar die potentiellen Attentäter von morgen, die von Salafisten und ISIS-Gefährdern bereits radikalisiert wurden?

Trotzdem brauchen wir aufgrund des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels in Deutschland angeblich dringend Zuwanderung nach Deutschland. Aber kann die Flüchtlingswelle unser Problem wirklich lösen? Ich meine nein, weil nicht nur junge, gebildete und gesuchte Menschen und Fachkräfte kommen, sondern einfach alles: vom Hochschulabsolventen bis zum Analphabeten, vom gut ausgebildeten Menschen bis zum Ungelernten, von jung bis alt und von integrationswillig bis kriminell und sogar terroristisch veranlagt.

Die Lösung unserer Probleme kann daher nur ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem oder australischem Vorbild sein. Asylanten können wir nur soviel aufnehmen, wie wir auch in der Praxis in die deutsche Gesellschaft und vor allem in den deutschen Arbeitsmarkt integrieren können. Schaffen wir das nicht, dann fliegt uns das Problem eines Tages im wahrsten Sinne des Wortes um die Ohren, weil sich diese Menschen von uns diskriminiert und ausgegrenzt fühlen.

Aber bevor wir überhaupt an eine massenhafte Einreise von Asylbewerbern und über ein Einwanderungsgesetz nachdenken, sollten wir erst einmal die bereits in Deutschland lebenden arbeitslosen Menschen und die sog. Hartz-IV-Empfänger mit finanziellen Anreizen in die dringend gesuchten Berufe umschulen bzw. das große Heer der Frauen aktivieren, die gerne mehr als einen Minijob bekleiden möchten. Dafür brauchen wir in Deutschland dringend flexiblere Arbeitszeitmodelle, mehr Home-Arbeitsplätze und vor allem mehr kostenlose Betriebskindergärten oder kostenlose Ganztagskitas, Ganztagskindergärten und Ganztagsschulen. Kurzum, eine kinderfreundliche, frauenfreundliche und menschenfreundliche Gesellschaft für alle friedlich ausgerichteten Menschen unterschiedlichster Konfessionen.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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