Wirtschaftswunder und Flüchtlingskrise - QR Code Friendly
60 Jahre ist es bereits her, als am 05.01.1956 die ersten italienischen Gastarbeiter nach Deutschland kamen. Über 10 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs waren es unter anderem die italienischen Gastarbeiter, die maßgeblich zum sog. Wirtschaftswunder in Deutschland beitrugen, weil es im Jahr 1964, als Armando Rodrigues aus Portugal als einmillionster Gastarbeiter zu uns kam, nur 169.070 arbeitslose Menschen und 609.187 gemeldete offene Arbeitsstellen in Deutschland gab. Bis zum Anwerbestopp für Gastarbeiter im Jahr 1973 wurden in Deutschland in fast 18 Jahren insgesamt ca. 2,6 Millionen Gastarbeiter in den Arbeitsmarkt und die deutsche Gesellschaft integriert. Diese Erfolgsgeschichte endete jedoch abrupt, da als Folge der Ölkrise von 1973 im Jahr 1975 unter Bundeskanzler Helmut Schmidt erstmals die Zahl der arbeitslosen Menschen in Deutschland die magische eine-Million-Marke überschritt.

Die EU-Flüchtlingskrise seit dem Jahr 2015 steht deshalb unter keinem guten Stern. In Deutschland gibt es nämlich derzeit - Stand: 31.12.2015 - 2,681 Millionen arbeitslose Menschen, 4,366 Millionen Hartz-IV-Empfänger und nur 590.913 gemeldete offene Arbeitsstellen. Außerdem gibt es im Gegensatz zu 1964 den Trend in Deutschland, immer mehr Arbeitsplätze in sog. Billiglohnländer wie z. B. nach China und Osteuropa outzusourcen. Und allein im Jahr 2015 kamen bisher 1.087.478 registrierte und schätzungsweise ca. 250.000 unregistrierte Flüchtlinge aus aller Welt = ca. 1.337.478 Refugees nach Deutschland, die natürlich noch zusätzlich in unsere Gesellschaft und in unseren Arbeitsmarkt integriert werden wollen.

Eine Herausforderung und Chance laut Bundeskanzlerin Angela Merkel. Wir schaffen das? Wohl eher nur Merkelscher Populismus und eine weltfremde Utopie, an der Deutschland noch sehr lange zu knabbern hat, weil der Flüchtlingsstrom immer weitergeht.

Roland Klose, Bad Fredeburg
Bewerten, Kommentieren und Teilen in sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:

Um diesen Artikel hier in der Bürgerredaktion zu kommentieren, bitte anmelden.

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
(Durchschnittliche Bewertung 0 bei Bewertung(en))