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Muslimische Aggressoren kamen Anfang des achten Jahrhunderts über die Straße von Gibraltar und sie entfesselten Terror und Blutvergießen auf der gesamten iberischen Halbinsel "wie ein todbringender Sturm". Erst mitten in Frankreich, in der Stadt Tours, konnten sie von Karl Martell im Jahr 732 gestoppt werden.

Sie attackierten Europa während des gesamten Mittelalters, aber ihren nächsten erfolgreichen Anschlag verübten sie an der verwundbaren südöstlichen Flanke: Sie nutzten die Schwäche des byzantinischen Reichs nach dem berüchtigten vierten Kreuzzug aus. Sie eroberten Konstantinopel (heute Istanbul) und verwüsteten die christlichen Nationen Bulgarien, Serbien und Orbans Ungarn auf der Balkanroute. Am Ende wurden sie 1683 vor den Toren Wiens endgültig aufgehalten.

Heute sprechen einige Historiker in der Flüchtlingskrise von der sog. "Dritten muslimischen Invasion" durch junge Asylbewerber aus dem Nahen und Mittleren Osten, die wegen Krieg, Unterdrückung und Armut illegal über das Mittelmeer und die Balkanroute kommen und so in die überalterte Europäische Union eindringen.

Genau in diese Kerbe schlägt auch Papst Franziskus. In der Vatikanzeitung "Osservatore Romano" sagte nämlich der Papst in Bezug auf die Flüchtlingskrise am 01.03.2016: "Wir können heute von einer arabischen Invasion sprechen."

Damit gießt er meines Erachtens Öl ins Feuer eines uralten Streits zwischen Christen und Muslimen, zwischen Abendland und Morgenland, Okzident und Orient. Müssen wir unsere nationalen Grenzen oder die EU-Außengrenzen schließen, um diesen Refugees-Ansturm endgültig zu beenden? Oder siegt am Ende - Papst Franziskus zum Trotz - doch die christliche Nächstenliebe über alle Ressentiments der Weltgeschichte?

Roland Klose, Bad Fredeburg
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