Zinslose
Hamburger Morgenpost vom 12.03.2016, Lausitzer Rundschau vom 18.03.2016 und Frankfurter Rundschau vom 19.03.2016, laut genios.de, Titel: "Draghi stürzt Europa in die Krise" und "Geld von der EZB für den Urlaub in Griechenland"
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EZB-Chef, "Super-Mario" Draghi, geht im Kampf um mehr Wachstum und Inflation in der Eurozone aufs Ganze: Champagner oder Kraneberger? Deshalb senkt er unter anderem den Leitzins für Banken auf null Prozent und will ab April 2016 jeden Monat 80 Milliarden Euro in den Markt pumpen, in dem die EZB Staats- und Unternehmensanleihen aufkauft. Hat Draghi damit die geeigneten Waffen für mehr Wachstum und Inflation in seiner vermutlich letzten Schlacht richtig ausgewählt? Ich glaube nein, denn die Banken erhalten von der EZB einen Kredit zu null Prozent, die Unternehmen und Bürger müssen wesentlich mehr dafür bezahlen.

Aber wie kann wirklich mehr Wachstum und mehr Inflation in der Eurozone entstehen? Lieber Mario Draghi, wie wäre es stattdessen, wenn die EZB jedem Bürger eines wachstumarmen Eurozonen-Landes - ich denke da vor allem wegen der Banken- und Staatsschuldenkrise an die in Schieflage geratenen Euro-Südstaaten - einen zinslosen EZB-Direktkredit, den sog. "Super-Mario-Kredit", in Höhe von Euro 10.000 gewähren würde, der mit nur Euro 30 pro Monat zurückgezahlt werden müsste? Außerdem denke ich an einen ebenfalls zinslosen und zweckgebundenen EZB-Direktkredit für einen Familienurlaub nur in den Euro-Südstaaten, den sog. "Super-Mario-Urlaubsgutschein", in Höhe von Euro 5.000 für die von Armut bedrohten Familien in reichen Euro-Ländern, der mit nur Euro 15 pro Monat zurückgezahlt werden müsste.

Wäre das nicht eine wahre Wachstumsspritze zugunsten der Länder, die es am Dringendsten gebrauchen können, was wiederum die Inflation in der Eurozone anheizen würde?

Roland Klose, Bad Fredeburg
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