Die Friedenskirche und die Abrissbirne (2x gedruckt) - QR Code Friendly
Westfalenpost und Westfälische Rundschau vom 29.03.2016, Seite 2, Titel: "Statt Kirchenabriss lieber eine ökumenische Friedenskapelle"
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Die evangelische Friedenskirche in Bad Fredeburg am Hallenberg, Baujahr 1963/64, stand über vier Jahre leer. Jetzt soll sie der Abrissbirne zum Opfer fallen. Und das im 499. Jahr seit der Reformation Martin Luthers. "Hier stehe ich, ich kann nicht anders, die Kirche muss abgerissen werden?"

Nein, mitnichten. Euro 100.000 für die Instandhaltung oder den Umbau der Kirche - neues Dach, neue Heizung, neue Fenster und Wärmedämmung - sind nicht zu viel, wenn wir bedenken, was der Neubau einer Kirche tatsächlich kostet. Ich wohne mit meiner Ehefrau Beate selber in einem Haus, Baujahr 1963, in das wir schon viele Euros investieren mussten. Aber den Abriss des Hauses und den Verkauf des Grundstückes haben wir dabei noch nie in Erwägung gezogen.

Übrigens, nach diesen Kriterien der Modernisierung und Instandhaltung müsste halb Bad Fredeburg abgerissen werden, weil es in unserem Fachwerk- und Schieferstädtchen noch viele Häuser gibt, die aus dem 17., 18., 19. und 20. Jahrhundert stammen.

Ich persönlich hätte mir gewünscht, wenn die katholische Kirchengemeinde St. Georg Bad Fredeburg die leerstehende evangelische Kirche, die übrigens genau gegenüber vom Friedhof steht, übernommen und zu einer "ökumenischen Friedhofskapelle" für alle abrahamitischen Weltreligionen umgebaut hätte, weil die Kapelle auf dem katholischen Friedhof zu klein und darüber hinaus auch noch unbeheizt ist.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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