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Der Super-Gau von Fukushima war dagegen nur ein Störfall. Ich rede von den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt am 13. März 2016, dem "Rosensonntag" des Düsseldorfer Karnevals. Es ging dabei vor allem um das alles beherrschende Thema in Deutschland, die Flüchtlingskrise, von denen die Bundesländer und Kommunen in erster Linie betroffen sind, und den Niedergang der sog. großen Volksparteien. Verantwortlich dafür sind die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) und die GroKo-Bundesregierung. Deshalb geht die Quittung für die verlorenen Landtagswahlen und das zweistellige Erstarken der rechtspopulistischen Protestpartei AfD (Alternative für Deutschland) direkt an das Bundeskanzlerinamt und das Willy-Brandt-Haus in Be(ä)rlin.

Dabei sind die Ergebnisse der drei Landtagswahlen in der Bundesrepublik Deutschland durchaus vergleichbar mit den schwierigen Verhältnissen in der "Weimarer Republik (1918-33)", der 1. Republik in Deutschland. So erzielten bei der 1. Wahl am 19.01.1919 die USPD und die SPD (vergleichbar mit der SPD) zusammen 45,5% bzw. das Zentrum, BVP (Bayerische Volkspartei) und die DNVP (Deutschnationale Volkspartei), alle drei vergleichbar mit CDU/CSU, zusammen 30% der Wählerstimmen. Bei der letzten freien Wahl der Weimarer Republik am 06.11.1932 kamen dagegen aufgrund des Versagens der großen Volksparteien, der hohen Staatsverschuldung und Massenarbeitslosigkeit, der allgemeinen Politikverdrossenheit und der chaotischen innenpolitischen Lage in Deutschland USPD und SPD auf nur noch 20,4% bzw. das Zentrum, BVP und DNVP auf nur noch 23,8% der Wählerstimmen. Die damalige Protestpartei NSDAP von Adolf Hitler (vergleichbar mit der AfD nach der Parteiaufspaltung), die bei der Wahl am 04.05.1924 erstmalig antrat und auf Anhieb 6,6% erzielte, kam dagegen bei der Wahl am 06.11.1932 auf sage und schreibe 33,1% der Wählerstimmen.

Duplizität der Ereignisse in der Berliner Republik - zumindest in Sachsen-Anhalt? Fest steht, nach den drei Landtagswahlen wird das Regieren in Deutschland allemal schwieriger als zuvor. Die GroKo wird wohl Standard. Und wo es selbst für die GroKo nicht reicht, sind die wildesten Farbenspiele erlaubt. Die Politik der faulen Kompromisse wird fortgesetzt, der Volkswille kommt dabei wahrscheinlich gänzlich unter die Räder. Weimar lässt grüßen. Bedeutet das den Aufstieg der AfD zur Volkspartei der Enttäuschten und Politikverdrossenen?

Roland Klose, Bad Fredeburg

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