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Bilder des Tages: Während Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) genüsslich vor dem Brandenburger Tor in Be(ä)rlin mit Bauernvertreter speist, protestieren die deutschen Bauern mit ihren Traktoren auf den Straßen und beim Verbraucher, dem schwächsten Glied in der Fresskette, vor den Supermärkten für bessere Erzeugerpreise und bangen um ihre Existenz.

Warum bekommen die Bauern immer weniger Euros für ihre produzierten Lebensmittel? Gönnt der Verbraucher etwa den Bauern nicht ihren verdienten Lohn? Mitnichten. Das ist Marktwirtschaft. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Und wenn es z. B. wegen der Russland-Sanktionen zu viel Lebensmittel auf dem Markt gibt, dann sinkt halt der Preis und damit die Marge für die Bauern. Da sollten sich die Bauern lieber an die verantwortlichen Politiker und Bundesmutti Merkel wenden. Sie gefährden die Existenz der Bauern und nicht die Verbraucher.

Die Bauern haben rein gar nichts davon, wenn wir Verbraucher bereit sind, für die Lebensmittel mehr zu bezahlen, weil der Mehrpreis vermutlich gar nicht bei ihnen ankommt. Im Handel liegt nämlich der Segen. Und immer größer werdende Oligopole und Monopole bei den Supermärkten bestimmen nun mal bei Preisverhandlungen die Preise, weil sie eine starke Marktmacht besitzen, die übrigens von der Politik so gewollt ist. Gerade hat doch noch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) gegen die Empfehlung der Monopolkommission der Fusion von Edeka und Kaiser`s Tengelmann per Sondergenehmigung zugestimmt. Er bedroht damit die Existenz der deutschen Bauern, weil es nun für die Bauern noch schwieriger wird, bessere Erzeugerpreise durchzusetzen.

Und speziell allen Schweinebauern sei gesagt: Das Schwein gehört zwar kulturell gesehen zu Deutschland, aber auch die Bauern müssen sich nun mal angebotsmäßig darauf einstellen, dass in Deutschland immer weniger Schweinefleisch gegessen wird. Gründe: Es gibt nämlich immer mehr Veganer, Vegetarier und Muslime in Deutschland, die kein Schweinefleisch essen. Bleibt das Angebot an Schweinefleisch weiterhin hoch, so wird für die Bauern immer weniger Marge übrigbleiben.

Nicht richtig finde ich dagegen, wenn in Kantinen - auch in Schulkantinen, wofür die Kultusminister zeichnen - mit Rücksicht auf Muslime grundsätzlich gar kein Schweinefleisch mehr angeboten wird. Wer nimmt eigentlich Rücksicht auf die Existenzängste der deutschen Schweinebauern? Die deutschen Politiker auf jeden Fall nicht, was meine o. a. Ausführungen beweisen sollen.

Du musst (k)ein Schwein sein in dieser Welt!? (Die Prinzen)

Roland Klose, Bad Fredeburg

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