Der Terror von Brüssel und Lahore (gedruckt) - QR Code Friendly
FOCUS-Magazin vom 02.04.2016, Leserbriefseite, Ohne Titel
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Zu dem Terroranschlag von Brüssel hat sich der ISIS bekannt und zu dem Terroranschlag von Lahore in Pakistan, der christlichen Bürgern galt, die Taliban.

Der Kampf der Kulturen, The Clash of Civilizations, wie ihn Samuel P. Huntington in seinem Buch von 1996 prophezeit hat, ist in vollem Gange. Kein Wunder, denn seit dem Ende des Ost-West-Konfliktes ist die Weltpolitik multipolarer und multikultureller geworden. Nicht mehr Ideologien, sondern Kulturen wie z. B. das Christentum und der Islam bestimmen die Weltordnung.

Aufgabe der westlichen Welt ist es deshalb, um neue weltweite Konflikte zu vermeiden, auch andere kulturelle Wertvorstellungen zu berücksichtigen. Es ist daher ein Irrtum, Modernisierung mit westlicher Kultur oder Verwestlichung gleichzusetzen, weil die Werte des Westens in anderen Kulturkreisen nicht als universelle Werte anerkannt werden.

In Huntingtons Buch heißt es dazu: "Der Westen eroberte die Welt nicht durch die Überlegenheit seiner Ideen oder Werte oder seiner Religion (zu der sich nur wenige Angehörige anderer Kulturen bekehrten), sondern vielmehr durch seine Überlegenheit bei der Anwendung von organisierter Gewalt wie z. B. durch Kriege im Irak, Afghanistan und in Syrien. Diese Tatsache wird von der westlichen Welt oftmals vergessen. Die arabische und/oder die islamische Welt vergisst aber nie. Terrororganisationen wie z. B. der ISIS, al Qaida, die Taliban, al Nusrah-Front etc. sind dabei die Speerspitze des Widerstands."

Roland Klose, Bad Fredeburg
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