Der Schwarzstorch und die Kinder - QR Code Friendly
Was wird in Deutschland in Zeiten der Energiewende mehr geschützt: der Schwarzstorch oder das Kind? Richtig, der Schwarzstroch. So baut die Firma Amprion unter anderem durch Südwestfalen eine Stromtrasse mit 60 m hohen Masten und 380.000-Volt-Hochspannungsleitungen, die wegen der elektromagnetischen Strahlung für Kinder ein erhöhtes Leukämie-Risiko bedeuten. Das Verlegen von unterirdischen Stromkabeln sei aus technischen Gründen dort nicht möglich. In Olpe-Apollmicke grenzen so die Strommasten direkt an ein Wohngebiet. Die Sportpension Jürgen Baumhoff in Apollmicke hat sogar einen Strommasten direkt hinter ihrem Wohnhaus.

Aber warum können die Hochspannungsleitungen nicht weiter weg vom Wohngebiet gebaut werden? Das Wohngebiet grenzt an ein Naturschutzgebiet, wo der Schwarzstorch brütet. Um diesen sensiblen Brüter zu schützen, muss die Stromtrasse in Olpe-Apollmicke zwangsläufig direkt an einem Wohngebiet verlaufen. Und wer schützt unsere Kinder vor dem erhöhten Leukämie-Risiko? Keiner, Kinder sind ja nur unsere Zukunft und nicht nur wegen des demographischen Wandels in Deutschland unbedingt erwünscht. Paradox, aber die Deutschen lieben nun mal ihre Hunde, Katzen, Kröten, Schwarzstörche etc. anscheinend mehr als ihre Kinder. In Südwestfalen glauben wahrscheinlich immer noch viele Menschen, die Schwarzstörche würden die neugeborenen Babys zu den glücklichen Eltern bringen, oder?

Roland Klose, Bad Fredeburg
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