Mindest-Einkommensteuerspitzensatz für Superreiche (gedruckt) - QR Code Friendly
Bayernkurier, Ausgabe 05/2016, Leserbriefseite, Titel: "Mindestens 25%"

Was ist die Lehre aus den "Panama Papers"?

Ja, der Einkommensteuerspitzensatz für Superreiche in Deutschland, der im Jahr 1975 noch 56% betragen hatte, liegt derzeit bei 45%. Doch keiner zahlt diesen Spitzensteuersatz wirklich. Mithilfe von Banken, Steuer(vermeidungs)beratern, Wirtschaftsprüfern und den sog. "Panama Papers" können die Superreichen legal ihren Spitzensteuersatz bis auf ca. 10% und illegal sogar gegen Null absenken lassen.

Deshalb ist mein Vorschlag, damit dies zukünftig effektiver und sozial gerechter gestaltet werden kann, die Einführung eines real zu zahlenden Mindest-Einkommensteuerspitzensatzes in Höhe von 25%, ganz gleich, ob der deutschen Superreiche und Briefkastenonkel seinen Wohnsitz, sein Unternehmen oder seine Briefkastenfirma im In- oder Ausland besitzt.

Mit den dadurch erwirtschafteten Steuermehreinnahmen könnte z. B. eine Rentenreform finanziert werden, die das Wort Reform auch verdient und wobei das durchschnittliche Rentenniveau wieder deutlich über 50% liegt.

Roland Klose, Bad Fredeburg

Um zu kommentieren, müssen Sie in Ihrer Sprache registriert und angemeldet sein

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 
(Durchschnittliche Bewertung 0 bei Bewertung(en))