Politiker der SPD, der Grünen und der Linken wollen zur Entlastung der Arbeitnehmer entgangene Feiertage - vor allem den 1. Mai 2016 (Tag der Arbeit) - die auf einen Sonntag fallen, nachholen lassen. So steht es jedenfalls in der Saarbrücker Zeitung.

Alles Quatsch! Es gibt halt bei den Feiertagen immer mal sog. Arbeitgeber- oder auch Arbeitnehmerjahre. Damit müssen und können wir leben. Wo wir aber nicht mit leben können, ist die Einführung des 1. Mai-Feiertags durch Hitlers NSDAP-Reichsgesetz vom 10.04.1933 erstmalig zum 1. Mai 1933. Daher plädiere ich sogar für die Abschaffung des 1. Mais als gesetzlichen Feiertag und "Tag der Arbeit".

Stattdessen brauchen wir unbedingt einen gesetzlichen Feiertag - "Tag der sozialen Ungerechtigkeit" - weil in Deutschland mittlerweile die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht. Ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern bei gleicher Arbeit, Lohndumping, Hartz I-IV, Leiharbeit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, gesetzlicher Mindestlohn, die Tafel und die Grundsicherung bei Arbeitslosigkeit und im Alter und die zunehmende Altersarmut sind nur einige Probleme, die Jahr für Jahr immer wieder neu als soziale Ungerechtigkeit und als unzumutbar im angeblich reichsten Land der Welt angeprangert werden müssen.

Der "Tag der sozialen Ungerechtigkeit" sollte statt am 1. Mai am 14. März gesetzlicher Feiertag werden, da mit der Regierungserklärung von Bundeskanzler Gerd Schröder (SPD) am 14.03.2003 die sog. Agenda 2010 - Konzept zur Reform des deutschen Sozialsystems und des Arbeitsmarktes - die Weichen für die soziale Ungerechtigkeit in Deutschland stellte. Außerdem könnte mit dem 14. März als gesetzlicher Feiertag ein Zeichen gegen den zunehmenden Rechtsextremismus in Deutschland gesetzt werden, weil Papst Pius XI. mit der Unterzeichnung seiner Enzyklika "Mit brennender Sorge" am 14.03.1937 die Politik der Nationalsozialisten scharf angriff und verurteilte.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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Kommentare

# Lage DeutschlandsOtfried Schrot 2016-04-23 16:45
1.)In Artikel 3,Absatz 2 des Grundgesetzes steht seit 1949 scheinheilig: Männer und Frauen sind gleichberechtigt.Ein Beispiel für das Auseinanderklaffen von Theorie und Wirklichkeit in der deutschen Demokratie.
2.)das angeblich reichste Land der Welt hat eine Staatsverschuldung von 2,2 Billionen EURO, die in jeder Sekunde zunimmt.

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