Der neue Hitler vom Bosporus - QR Code Friendly
Was haben Adolf Hitler (NSDAP) und Recep Tayyib Erdogan (AKP) gemeinsam?

Vieles, so nutzte Reichskanzler Adolf Hitler den Reichstagsbrand in Berlin vom 27.02.1933 dazu, mit der Reichstagsbrandverordnung zum Schutz von Volk und Staat massiv gegen die Opposition in Deutschland vorzugehen. Sie setzte die Grundrechte der Weimarer Verfassung quasi außer Kraft und machte den Weg frei für die legalisierte Verfolgung der politischen Gegner der NSDAP durch Polizei und SA und die Errichtung einer NS-Diktatur. Das Ermächtigungsgesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich vom 23.03.1933 unterstützte dabei die politische Säuberungsaktion nachhaltig. In der Folge wurden über 100.000 politische Gegner und Reichstagsabgeordnete der KPD und SPD verhaftet und in KZ verbracht. Am Ende versammelte sich ein Scheinparlament in der Krolloper am Berliner Platz der Republik, das am 12.12.1933 nur noch Reichstagsabgeordnete der NSDAP erlaubte.

Staatspräsident Recep Tayyib Erdogan benutzt dagegen die Kriege im Irak und in Syrien bzw. die Anschläge in Istanbul und Ankara dazu, verstärkt gegen die kurdische Minderheit, die PKK, die Peschmerga im Irak, die YPG in Syrien und die HDP (Kurdenpartei im Parlament) in der Türkei vorzugehen. Deshalb hat er die Immunität von 138 Abgeordneten im türkischen Parlament aufheben lassen. Darunter sind vor allem Abgeordnete der HDP, die er als Handlanger der PKK-Terroristen bezeichnet und die seiner geplanten Verfassungsänderung im Wege stehen. Was nun mit der HDP geschehen soll, ist leicht auszumalen: Einleitung von strafrechtlichen Ermittlungsverfahren, Verhaftung, Anklage und die Unterbringung in Istanbuls größtem Gefängnis für Journalisten und Terroristen.

Ist Erdogan der neue Hitler vom Bosporus? Auf jeden Fall, deshalb sollte ihm Bundesmutti Merkel unmissverständlich klarmachem, dass dies so nicht weitergeht. Wir brauchen nämlich keinen neuen Hitler in der EU. Und schon gar keinen Erpressungsvertrag mit Erdogan über Milliardenzahlungen, Visafreiheit für Türken, Flüchtlingsumtausch und Flüchtlingslager in der Türkei zu seinen ureigenen Bedingungen. Mit Diktatoren schließt man keine Verträge, weil die sich ohnehin nicht daran halten.

Roland Klose, Bad Fredeburg
Bewerten, Kommentieren und Teilen in sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:

Kommentare

# Der neue Hitler vom BosporusAlois Sepp 2016-05-21 18:43
Absolut korrekt ausgedrückt. Ich hoffe nur, dass unsere Kanzlerin endlich die Kurve kriegt und dagegensteuert.

Um diesen Artikel hier in der Bürgerredaktion zu kommentieren, bitte anmelden.

Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
(Durchschnittliche Bewertung 5 bei 1 Bewertung(en))