Heuchelei in Verdun 2016 (gedruckt) - QR Code Friendly
Frankfurter Rundschau vom 24.06.2016, laut genios.de, Titel: "Auf dem Altar der Unmenschlichkeit"

Was sind die Lehren aus den Grauen von Verdun 1916 im Ersten Weltkrieg, wo in 300 Tagen Stellungskrieg ca. 300.000 Menschen zum Wohle der Rüstungs- und Giftgasindustrie und zur Unehre des Kaiserreiches auf dem Altar der Unmenschlichkeit geopfert wurden?

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat es händchenhaltend mit Frankreichs Staatspräsidenten Francois Hollande in Verdun richtigerweise so formuliert: "Verdun steht für die Grausamkeit und Sinnlosigkeit des Krieges."

Aber warum in Gottes Namen, wenn doch Krieg so grausam und sinnlos ist, liebe Bundesmutti Merkel, ist dann die deutsche Bundeswehr überhaupt aktuell mit Kriegseinsätzen z. B. in Afghanistan, Kurdistan, Syrien und Mali vertreten? Und warum lieferte die deutsche Rüstungsindustrie im Jahr 2015 für ca. 7,5 Milliarden Euro Waffen in die Krisen- und Kriegsgebiete unserer Erde - unter anderem ins wilde Kurdistan der Peschmerga, nach Katar, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und nach Kuwait?

Um viele kleine Verduns und damit die Fluchtursachen für die Zivilbevölkerung erst zu schaffen? Immerhin ist Deutschland nach Frankreich der fünftgrößte Waffenexporteur der Welt. Nein, Deutschland und Frankreich haben aus Verdun 1916 rein gar nichts gelernt!

Roland Klose, Bad Fredeburg
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Kommentare

# völlig richtigDagmar Schön Rechtsanwältin 2016-05-30 09:44
Hollande fiel nach dem Terroranschlag nichts anderes ein als Racqua zu bombardieren - Frieden Schaffen durch Waffen? Die 300000 in Verdun dürften sich in ihren Gräbern wegen dieses Schwachsinns nicht zur Ruhe kommen. Er sollte ins Retreat gehen und 14 Tge Arno Gruen lesen und dann handeln.
# Total einverstanden!Otfried Schrot 2016-05-30 14:24
Ich habe in meinem Buche "Zwanzig Appelle eines Zornigen an die Welt" ein Verfahren konzipiert, mit dem es möglich wäre, jeden Konflikt auf der Welt ohne Produktion eines einzigen Toten zu lösen - wenn das Verfahren denn im internationalen Recht installiert würde.
Ich habe der Kanzlerin - und Herrn Steinmeier wie auch Frau von der Leyen - je ein Exemplar dieses Buches geschenkt.Weder habe ich von der Kanzlerin je eine Antwort erhalten noch ist für mich erkennbar, dass der Inhalt meines Buches in der Außenpolitik der Dame ihren Niederschlag gefunden hat.Es gibt Leute, die stolpern über einen Goldklumpen und halten ihn für einen Lehmbrocken. Wir müssen verstehen lernen, dass für die Mächtigen die vollen Auftragsbücher der Rüstungsindustrie wichtiger sind als das Leben der Soldaten!

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