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Hamburger Morgenpost vom 18.06.2016, Taunus Zeitung, Nassauische Neue Presse, Höchster Kreisblatt und Frankfurter Neue Presse vom 22.06.2016, laut genios.de, Titel: "Morgen entscheiden die Briten über ihren Verbleib in der Europäischen Union"

Die Finanzmärkte und Börsen sind hypernervös, während sich Großbritannien mitten im Brexit-Wahlkampf befindet, der am 23. Juni 2016 mit der Volksabstimmung über den Verbleib in der Europäischen Union endet: "Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage" (Aus der Tragödie "Hamlet, Prinz von Dänemark" von William Shakespeare) oder abgewandelt "Brexit or No-Brexit, that is the question."

Der Wermutstropfen in der Brexitfrage ist zweifelsohne die Ermordung der Labour-Abgeordneten Jo Cox (41) in ihrem Wahlkreis in der Nähe von Leeds. Die Streithähne um Downing Street Number 10, David Cameron und Boris Johnson, setzen daraufhin sichtlich entsetzt den Brexit-Wahlkampf vorerst aus.

"Britain first", das war schon immer die Devise des Vereinigten Königreichs, das mehr an ihrer Queen, dem geliebten English Pound und dem sog. "Britenrabatt" als an Europa hängt. So war der erste Brexit des British Empires die kirchenspalterische Gründung der Anglikanischen Kirche im Jahr 1534 durch King Heinrich VIII. Der Brexit aus der katholischen Kirche nahm damals seinen Lauf, weil sich der Medici-Papst Clemens VII. weigerte, die Ehe von Heinrich VIII. mit Katharina von Aragon annullieren zu lassen.

Der wahrscheinliche Brexit aus der EU ist dabei die Folge aus Banken-, Staatsschulden- und Flüchtlingskrise. Waren die Briten in der Eurokrise noch froh, wegen der ESM-Bürgschaften nicht der Eurozone anzugehören, so sahen sie in der Flüchtlingskrise ihr Königreich durch eine massive muslimische Einwanderung und eine durch Brüssel reglementierte EU-Flüchtlingsquote überfremdet und bevormundet. Die britische Regierung spaltet mit der Brexitfrage nicht nur Großbritannien, sondern vor allem die gesamte Europäische Union.

Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer, wenn sich Großbritannien am 23. Juni 2016 für den Brexit entscheiden sollte? Verlierer ist eindeutig die EU, die bereits jetzt im dauernden Krisenmodus in West-, Ost- und Südstaaten mit oder ohne Euro gespalten ist. Und ein Leben ohne EU-Mitgliedschaft in Europa ist durchaus möglich. Norwegen und die Schweiz sind dafür gute Beispiele.

Roland Klose, Bad Fredeburg

Kommentare  

# BrexitOtfried Schrot 2016-06-17 09:47
Zwei Gesichtspunkte müssen bedacht werden:
1.Motiv für das Streben nach einem Vereinigten Europa war der Gedanke, den sich über Jahrhunderte hinziehenden Kriegen der europäischen Völker gegeneinander ein Ende zu setzen(Völker, welche die gleiche Währung haben, kämpfen nicht gegeneinander)
2.Großbritannien ist über Jahrhunderte hinweg eine Nation von "Herrenmenschen" gewesen, die sich zahllose Völker untertan gemacht hat.Wahrscheinlich haben die Briten sich den Beitritt zur EU gar nicht richtig überlegt.
Der Gedanke, dass ein Präsident der Vereinigten Staaten von Europa unmittelbarer Vorgesetzter der Queen werden könnte, dürfte den meisten Briten unerträgliche Bauchschmerzen bereiten.
3.Fazit:sollte der Austritt Großbritanniens der Anfang vom Ende der EU sein, so sollten Deutschland und Frankreich im Geiste des Deutsch - Französischen Freundschaftsvertrages zwischen Adenauer und de Gaulle noch einmal von vorn anfangen.

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