Keine Austrittsverhandlungen über den BREXIT! - QR Code Friendly
Die britischen Bürger haben am 23.06.2016 mit knapper Mehrheit den BREXIT aus der EU gewählt. Premierminister David Cameron will aber erst im Herbst 2016 durch seinen noch zu wählenden Nachfolger den formellen Austritt aus der EU definitiv erklären lassen. Erst dann sollen die britischen Austrittsverhandlungen mit Brüssel beginnen.

Bundeskanzlerin und Bundesmutti Merkel (CDU) weist in ihrer Regierungserklärung vom 28.06.2016 schon einmal ausdrücklich daraufhin, dass es bei den Austrittsverhandlungen keine britische "Rosinenpickerei" geben wird. Richtig so, aber warum überhaupt Austrittsverhandlungen? Die Briten müssen in meinen Augen rechtlich, wirtschaftlich und politisch gesehen nur wieder so gestellt werden wie v o r ihrem Eintritt in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) ab dem 01.01.1973. Da gibt es überhaupt nichts zu verhandeln.

Das muss den Briten klar gemacht werden. Und über diese nicht verhandelbaren Bedingungen sollten die Briten in einem erneuten Referendum noch einmal abstimmen, weil der Brexit für die Briten und die anderen EU-Mitgliedstaaten Einbußen beim Wirtschaftswachstum und beim Wohlstand bedeutet und letztendlich die Arbeitslosigkeit erhöht.

Übrigens, ein erneuter Referendums-Wahlkampf in Großbritannien sollte nicht nur Angelegenheit der Briten sein, sondern aller EU-Mitgliedstaaten. Es geht schließlich um die ganze Europäische Union. Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) hat es doch vorgemacht. Beim Briten-Referendum von 1975 hatte Helmut Schmidt erfolgreich Wahlkampf in Großbritannien für den britischen Verbleib in der EWG - ab 1993 die EU - betrieben. Am Ende entschieden sich die Briten mit 67% für den Verbleib in der EWG.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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Kommentare

# BREXITOtfried Schrot 2016-06-28 19:39
Die Briten sind nun einmal Kaufleute.Kaufleute feilschen.Sie werden sicher mit dem BREXIT auch noch ein gutes Geschäft machen wollen.
# Keine Austrittsverhandlungen.....Alois Sepp 2016-07-01 19:22
Die Briten haben in demokratischer Mehrheit, auch wenn sie nicht so besonders repräsentativ war, dafür gestimmt, aus der EU auszutreten.
Ich weiß gar nicht, was es da groß zu verhandeln gibt. Sonderwürste sind hier nicht zu braten. Die demokratische Entscheidung ist gefallen, also raus, und das sofort. Hat nichts mehr mit Camerons-Nachfolge usw. zu tun. Der BREXIT ist beschlossene Sache, eine Umkehr gibt es nicht. Die "Schwarzmaler und Befürworter" hatten dazu wirklich lange Zeit es sich vorher zu überlegen.

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