Schäm` Dich, Schäuble! - QR Code Friendly
Die Jugendarbeitslosigkeit in der EU beträgt in Griechenland 50,4%, in Spanien 43,9, in Italien 36,9%, in Kroatien 31,4%, in Portugal 28,6%, auf Zypern 27,9%, in der Slowakei 25,3%, in Frankreich 23,3%, ..., in der Eurozone 20,7% und in der EU 18,6% (Stand: Mai 2016).

Angesichts dessen von der Zukunft der Jugend und der Zukunft der EU zu sprechen, ist schon sehr makaber. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) treibt es aber noch auf die Spitze. Im "Bericht aus Berlin" vom 03.07.2016 äußert er sich sinngemäß wie folgt zum Problem der Jugendarbeitslosigkeit in der EU: "Ich verstehe die jungen Menschen in der EU nicht. Sie reisen in der Welt umher, studieren in ganz Europa. Warum kommen sie nicht einfach nach Deutschland, um hier zu arbeiten? Wir suchen dringend Auszubildende z. B. im Handwerk und in der Altenpflege. Deshalb muss die Jugend in Europa flexibler und mobiler werden."

Schäm` dich, Schäuble. Ist das etwa der richtige Lösungsansatz für das Problem der EU-Jugendarbeitslosigkeit? Den anderen EU-Mitgliedstaaten und Volkswirtschaften die Jugend abwerben, damit Deutschland aufgrund des demographischen Wandels über genügend Auszubildende verfügt? Bleibt dabei nicht das europäische Interesse auf der Strecke? Oder zählen etwa nur die Interessen der einzelnen Nationalstaaten innerhalb der EU? Wenn das so ist, dann begraben wir doch endlich die EU an der Biegung der Flüsse Rhein, Donau, Seine, Maas, Elbe, Oder, Ebro, Po, Etsch, Themse etc. Die EU raus aus Europa: der EUxit?

Roland Klose, Bad Fredeburg
Bewerten, Kommentieren und Teilen in sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:

Um diesen Artikel hier in der Bürgerredaktion zu kommentieren, bitte anmelden.

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
(Durchschnittliche Bewertung 0 bei Bewertung(en))