Geld verbrennen ist total angesagt! - QR Code Friendly
Die alte Weisheit meines Großvaters - "Junge, mit Sparen fängt der Wohlstand an!" - zählt in Deutschland und in der Eurozone 21 nicht mehr, weil bereits Banken in Europa und auch in Deutschland für größere Vermögen einen Negativzins, den "Strafzins für Sparer", berechnen.

Deshalb zünden sich Neureiche und Superreiche gerne ihre Havanna-Zigarren mit dem Casino-Spielgeld der EZB aus Frankfurt am Main an. Geld, sprich Euros, verbrennen ist mega-in und total angesagt. So verdient der Bund mit seinen Schulden neuerdings sogar Geld. Warum? Reiche Bürger, die anscheinend nicht wissen, wohin mit dem vielen Geld, verbrennen es sprichwörtlich, in dem sie massenhaft 10-jährige Staatsanleihen mit Minuszinsen kaufen, obwohl die Minuszinsen noch nicht einmal bei der Einkommensteuer-Erklärung steuerlich absetzbar sind. Deshalb hat Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) im ersten Halbjahr 2016 insgesamt 1,5 Milliarden Euro von den Geldgebern eingenommen.

Haben die Reichen etwa von Uli Hoeneß und den Panama-Papers gelernt? Keine Ahnung, aber eine Vermögensteuer für Reiche erübrigt sich wohl, wenn die Reichen dazu verpflichtet werden könnten, monatlich aus Solidarität mit den Ärmsten der Armen eine gewisse Anzahl an Staatsanleihen mit Negativzinsen zu ordern. Zum Wohl der Allgemeinheit natürlich, damit Schäuble noch mehr Geld für die großen Aufgaben der Zukunft zur Verfügung hat: Bekämpfung der Altersarmut und Arbeitslosigkeit, innere Sicherheit, Umschulung von Hartz-IV-Empfängern in gesuchte Berufe, Integration von Flüchtlingen, und und und. Da macht Geld verbrennen doch wieder Spaß - jedenfalls bis zur nächsten Bankenkrise.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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