Immanuel Kant zum Syrien-Krieg - QR Code Friendly
Russland und Syrien zweifeln am UNO-Bericht zum Giftgaseinsatz im Syrien-Krieg. Ganz unabhängig davon leiden die Kriege im Nahen und Mittleren unter der eskalierenden und überaus zerstörerischen Fremdeinmischung insbesondere von Staaten wie Russland, den USA, Frankreich und der Türkei. Der große Philosoph der Aufklärung, Immanuel Kant, hat dazu seine eigene Meinung. In seinem philosophischen Werk "Zum ewigen Frieden" stellt Immanuel Kant die These auf: "Kein Staat soll sich in die Verfassung und Regierung eines anderen Staats gewalttätig und militärisch einmischen."

Die jüngste Geschichte von Ländern wie Syrien, Afghanistan, Irak, Libyen und der Ukraine zeigen, dass Großmächte dieses sittliche Gebot nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Kant plädiert auch für ein strenges Interventionsverbot und für den Respekt vor der Souveränität eines Staates. Selbst ein Bürgerkrieg oder der Zustand von Gesetzlosigkeit geben anderen Staaten kein Recht auf militärische Einmischung. Diese moralische Auslegung bedeutet, dass auch ein Krieg zur Befreiung eines Volkes von einer Diktatur oder zur Errichtung einer Demokratie als rechtswidrig anzusehen sei.

Heute ist gemäß dem Völkerrecht militärische Gewalt grundsätzlich verboten, lässt aber zwei Ausnahmen zu: zum einen die militärische Selbstverteidigung und zum anderen Maßnahmen zur Wahrung des Weltfriedens aufgrund eines UN-Mandats. Beim zweiten Punkt gibt es häufig Auslegungsunterschiede und manchmal fehlt überhaupt ein gültiger Beschluss des UNO-Sicherheitsrats.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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