Die Rente zukunftssicher machen! - QR Code Friendly
Das Rentenniveau in Deutschland sinkt ohne neue Rentenreformschritte bis 2045 voraussichtlich von jetzt 47,9% auf dann nur noch 41,6%. Das ist eine sehr schlechte Nachricht für alle zukünftigen Rentner aus der gesetzlichen Rentenversicherung und die notwendige Bekämpfung der Altersarmut unserer Rentner in Deutschland. Zum Vergleich: Im Jahr 1978 lag das Rentenniveau bei 59,5% und im Wiedervereinigungsjahr 1990 bei 55%. Das alles beweist, der Generationenvertrag in der Rentenversicherung funktioniert nicht mehr, weil die Jugend zu wenig Kinder bekommt und die Rentenbezugszeiten immer länger werden. Deshalb muss es dringend eine neue revolutionäre Rentenreform geben.

Was nun, Frau BM Andres Nahles (SPD)? Unsere Arbeits- und Sozialministerin Nahles will bis November 2016 ein neues umfassendes Rentenkonzept vorlegen, das zudem noch sozial gerecht und finanzierbar sein soll. Denn, das bisherige Rentenkonzept von Konrad Adenauer hat ausgedient. So behauptete Alt-Bundeskanzler Adenauer im Jahr 1957, als die gesetzliche Rentenversicherung auf die bis heute gültige Umlagefinanzierung umgestellt wurde: "Kinder kriegen die Leute sowieso." Ein Trugschluss, wie wir dank Pille und Kondom alle wissen.

Was ist zu tun?

In der Schweiz gibt es das sog. "Schweizer Modell", wonach alle in die Rentenversicherung einzahlen müssen. Eine Forderung, die auch schon einmal die SPD in ihrem Parteiprogramm hatte.

Deshalb mein Vorschlag: Die Rentenberechnung in der gesetzlichen Rentenversicherung läuft wie bisher. Ausnahmen: Es gibt eine Mindestnettorente in Höhe von Euro 1.000 pro Monat, wenn diese laut Rentenberechnung unterschritten wird, und eine Höchstnettorente in Höhe von Euro 1.600 pro Monat vor Steuern, wenn diese laut Rentenberechnung überschritten wird. Wer mehr Rente will, der muss sich darüber hinaus noch privat rentenversichern. Ehepaare, die keine Kinder in die Welt setzen, obwohl sie dazu aus medizinischer und biologischer Sicht in der Lage wären, zahlen 20% höhere Rentenbeiträge in die Rentenversicherung ein.

In die gesetzliche Rentenversicherung müssen meines Erachtens alle - Arbeiter, Angestellte, Beamte, Abgeordnete und Selbstständige - denselben prozentualen Beitragssatz ohne Beitragsbemessungsgrenze einzahlen, damit die Rente und deren Höhe zukünftig wirklich sicher ist. Daher sollten z. B. auch Beamte ab dem 01.01.2017 in die gesetzliche Rentenversicherung aufgenommen werden und dementsprechend Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung entrichten. Dafür behalten sie allerdings ihren bis zum 31.12.2016 erworbenen Anspruch auf eine Beamtenpension, den sie sich bis dato real erarbeitet hatten.

Was nun, Frau BM Nahles?

Roland Klose, Bad Fredeburg
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