Nicht noch mehr Schlafplätze im Reichstag zu Be(ä)rlin! (gedruckt) - QR Code Friendly
Berliner Kurier vom 20.10.2016, laut genios.de, Titel: "Es gibt zu viele Abgeordnete"


Nach der ersten Reichstagswahl in Deutschland vom 3. März 1871 konnten 382 Abgeordnete in den Reichtstag zu Be(ä)rlin einziehen. Im 18. Deutschen Bundestag waren es dagegen schon 631 Bundestagsabgeordnete. Und nach der Bundestagswahl 2017 rechnen Experten sogar wegen den Überhang- und Ausgleichsmandaten mit bis zu 687 Schlafplätzen für Abgeordnete im Reichstag, der bekanntlich dem deutschen Volke gewidmet wurde.

Aber braucht das deutsche Volk im Zeitalter des demographischen Wandels und der Schrumpfgermanen statt einer hohen Geburtenrate wirklich eine wundersame Abgeordnetenvermehrung und so viele sog. Volksvertreter? Nein, denn Masse allein sagt überhaupt nichts aus über politische Qualität. Und die wichtigen politischen Entscheidungen werden ohnehin mittlerweile hauptsächlich von der EU in Brüssel, dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg, dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, der GroKo-Bundesregierung und von dem Fraktionszwang im Deutschen Bundestag bestimmt.

In der freien Wirtschaft dominiert längst Lean-Management und Lean-Production. Alles muss noch schlanker und effizienter werden. Der Deutsche Bundestag bläht sich dagegen immer mehr auf, wie die deutschen Bäuche während des Wirtschaftswunders und der Fresswelle nach dem Zweiten Weltkrieg. Deshalb meine Meinung: Back to the Roots (zurück zu den Wurzeln) - 382 Bundestagsabgeordnete wie bei der Reichsgründung 1871 müssen reichen!

Anmerkung dazu:
Eine Reduzierung der Bundestagsabgeordneten von 631 auf nur noch 382 würde dem Steuerzahler eine jährliche Ersparnis von ca. Euro 27,87 Millionen bringen. Mit diesem eingesparten Geld könnte endlich etwas Sinnvolleres gegen den demographischen Wandel und gegen die weitere Absenkung des Rentenniveaus bzw. für die Beibehaltung des Generationenvertrages in der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland unternommen werden. Warum? In Deutschland wurden im Jahr 2015 nur 738.000 Babys geboren. Um aber den demographischen Wandel in unserer Gesellschaft zu kippen, sind jährlich ca. 1,2 Millionen Babys erforderlich.
Deshalb mein Vorschlag: Das Bundesfamilienministerium vergibt jährlich einen sog. "Deutschland-Preis" gegen den demographischen Wandel. Und so funktioniert es: Jede Mutter meldet ab dem 01.01.2017 ihr neugeborenes Baby per Smartphone-App beim Bundesfamilienministerium unter Angabe des Ortes des deutschen Standesamtes, des Geburtsdatums, des Namens, der Anschrift und Telefonnr. des Babys und der Nummer der Abstammungsurkunde an.
Dazu werden folgende Preise jährlich vergeben:
1. Preis für das 1,2-millionste angemeldete Baby: 1 Million Euro, steuerfrei,
2. Preis für das 1,1-millionste angemeldete Baby: 500.000 Euro, steuerfrei,
3. Preis für das 1,0-millionste angemeldete Baby: 250.000 Euro, steuerfrei,
4.-10. Preis - unter allen Teilnehmern ausgelost:  einen absolut kostenfreien Platz in einer Ganztagskita, in einem Ganztagskindergarten und in einer Ganztagsschule incl. Mittagessen von 0-18 Jahren.
Können die ersten drei Preise ab dem Jahr 2017 nicht jedes Jahr vergeben werden, dann wandert das Geld in den Jackpot und wird im Folgejahr ausgeschüttet.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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Kommentare

# Schlafplätze im Bundeshaus!Alois Sepp 2016-10-19 22:17
Bevor unsere politischen Blitz-Strategen etwas für die Bürger tun, fürchte ich, dass sie lieber der "wundersamen Vermehrung" der Beamtenkaste nachkommen. Freunde, Bekannte, Verwandte oder sonstige Günstlinge unserer Polit-Etage wollen ja auch abgesichert werden.

Meiner Meinung nach würde eine Anzahl von max. 300 auch reichen. Vielleicht wäre die Arbeit im Bundeshaus effizienter?

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