Der Tod am Arbeitsplatz: Die Rente mit 71 - QR Code Friendly
Die Wirtschaftsweisen in Deutschland fordern mittlerweile sogar die Rente mit 71 Jahren, weil der Generationenvertrag in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht mehr funktioniert, um die Rente sicherer zu machen. Doch wer schon einmal in der freien Wirtschaft gearbeitet und nicht im Deutschen Bundestag abgehangen hat, der weiß, dass viele Unternehmen gar nicht mit alten Menschen zusammen arbeiten wollen, weil diese öfters krank feiern und dem erhöhten Leistungsdruck auf die Dauer gesehen weder körperlich noch psychisch gewachsen sind. Die Forderung der sog. Wirtschaftsweisen nach der Rente mit 71 wird deshalb den Tod am Arbeitsplatz zukünftig zur bitteren Realität werden lassen.

Wer jedoch wirklich die Altersarmut auf humanem Wege bekämpfen und das Rentenniveau und die Rentenbeiträge in % dauerhaft stabilisieren will, der muss ganz andere Haltelinien setzen oder aufheben. Mein Vorschlag daher: alle Arbeiter, Angestellte, Selbstständige, Politiker und Beamte zahlen 9,35% ihres gesamten Einkommens in die gesetzlichen Rentenversicherung unbegrenzt ein. Die Beitragsbemessungsgrenze wird dafür aufgehoben. In der gesetzlichen Rentenversicherung soll es zukünftig eine Mindestrente von Euro 1.200 und eine Höchstrente von Euro 2.000 geben, die weder unter- noch überschritten werden darf. Wer mehr Rente will, der kann sich ja noch zusätzlich privat rentenversichern.

Bereits bestehende Beamtenverhältnisse verlieren bis zum Zeitpunkt der Gesetzesänderung ihre bis dahin erworbenen Pensionsansprüche nicht, im Gegenteil erwerben sie ab dem Zeitpunkt der Gesetzesänderung einen zusätzlichen Anspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung, wenn sie die 9,35% Rentenbeitrag monatlich entrichten. Ist dieser zusätzliche Rentenanspruch kleiner als die Mindestrente, dann wird aber nicht die Mindestrente gezahlt. Für neue Beamtenverhältnisse nach der Gesetzesänderung sollen dann aber nur noch die Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden, die auch für die anderen Berufsgruppen gelten. Damit wäre eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters ein für allemal vom Tisch.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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Kommentare

# Tod am ArbeitsplatzAlois Sepp 2016-11-08 21:05
Wer einen solchen Blödsinn wie die Wirtschaftsweisen verzapft, der hat noch nie wirklich köprperlich und anstrengend gearbeitet. Die G´scheidhaferl von Wirtschaftsweisen sind meist gut situierte Beamte, haben körperliche Arbeit noch nie kennengelernt. Das Rentensystem wird nie in die Beteiligung von Beamten umgestellt, denn das verhindern die hohen Beamten sicherlich mit großem Erfolg.
# BeamteRoland Klose 2016-11-09 05:48
Das weiß ich mit den Beamten und der RV. Trotzdem darf ich es doch wohl fordern, oder?

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