Steinmeier is not my President! (gedruckt) - QR Code Friendly
Berliner Morgenpost vom 16.11.2016, laut genios.de, Titel: "Angela Merkel hat wieder einmal geschickt taktiert"


Mit der Kandidatenkür für das Amt des Bundespräsidenten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einfach kein Glück. Ihre CDU-Kandidaten Horst Köhler und Christian Wulff traten jeweils 2010 und 2012 zurück. Joachim Gauck (parteilos) war der Kandidat der SPD, den sie im Jahr 2012 nach langem Hin und Her akzeptierte.

Obwohl die Union aus CDU und CSU in der Bundesversammlung die Mehrheit besitzt, hat die Union jetzt auf einmal wider Erwarten erneut einen SPD-Vorschlag akzeptiert. Danach soll Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am 12.02.2017 zum 12. Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt werden. Mit den Stimmen der Union ist Steinmeiers Wahl nur noch Formsache.

Merkels Zugeständnis gegenüber der SPD beweist, Angela Merkels Stern sinkt stetig und droht sogar beim Eintritt in die Erdatmosphäre vollends zu verglühen. Seit der Flüchtlingskrise, dem Brexit und der Trump-Wahl hat Merkels Einfluss in der EU und der Welt stark abgenommen. Plötzlich schafft sie es noch nicht einmal, innerhalb der GroKo einen Unionskandidaten für das Amt des Bundespräsidenten durchzusetzen. Das ist der Anfang vom Ende ihrer Kanzlerinschaft.

Und Steinmeier? Steinmeier is not my President! Warum? Als neoliberaler Architekt der Agenda 2010 und der Hartz-Arbeitsmarktreformen ist Steinmeier mitverantwortlich für die Absenkung des Rentenniveaus von 53,6% im Jahr 1998 auf 43% im Jahr 2030 und die Altersarmut in Deutschland. Soziale Gerechtigkeit sieht anders aus.

Roland Klose, Bad Fredeburg
Bewerten, Kommentieren und Teilen in sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:

Kommentare

# Bundespräsidentenwahl 2017Alois Sepp 2016-11-14 22:28
Es ist mehr als traurig, dass aus den Reihen der Union (CSU/CDU) nicht einmal ein "Einziger" an die Akzeptanz von Frank-Walter Steinmeier herankommt.

Trotz Mitgestalter der Agenda 2010 ist mir und sehr vielen Mitbürgern Herr Steinmeier noch lieber als alle schon gemachten Vorschläge aus dem schwarzen Lager. Wenn ich mir vorstelle, dass unsere Verteidigungsminsterin Deutschland vertreten sollte, würde mir nicht einmal mein Lieblingsgericht schmecken.
Bezüglich der fortschreitenden "Altersarmut" müsste man viele Mitgestalter der Agenda 2010 hochkantig aus dem Bundeshaus werfen. Der Wähler hätte doch das Wort und die Macht dazu, warum gehen so wenige zu den Wahlurnen?

Um diesen Artikel hier in der Bürgerredaktion zu kommentieren, bitte anmelden.

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
(Durchschnittliche Bewertung 0 bei Bewertung(en))