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In Zeiten wie diesen wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem 29. CDU-Parteitag in Essen zur Parteivorsitzenden wiedergewählt. Allerdings nur mit dem zweitschlechtesten Ergebnis von 89,5% seit dem Jahr 2000. Der wilde Gesell, Knecht Ruprecht, versohlte dabei der "Wendehals-Bundesmutti" symbolisch gesehen in der Grugahalle am Nikolaustag gehörig den Allerwertesten ihres Hosenanzuges. Warum?

Nach der Verlängerung der AKW-Laufzeiten und der Energiewende 2011, was den Steuerzahler laut Urteil des Bundesverfassungsgerichts noch teuer zu stehen kommt, vollzug Angela Merkel auf dem Parteitag nun auch noch die "Flüchtlingswende": Willkommenskultur wegen des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels in der deutschen Gesellschaft war gestern. Die Flüchtlingskrise von 2015 darf sich auf gar keinen Fall wiederhohlen. Stattdessen soll jetzt konsequent abgeschoben werden. Einer Obergrenze für Flüchtlinge erteilte sie aber n o c h eine Absage.

In ihrer Parteitagsrede zog Frau Dr. Merkel Bilanz seit Beginn ihrer Kanzlerinschaft im Jahr 2005. Eine Bilanz, die sich ihrer Meinung nach sehen lassen kann. Die Fakten aus dem Elfenbeinturm des Bundeskanzlerinamtes in Be(ä)rlin sprechen für sich: Die Wirtschaft brummt, die Steuereinnahmen sind so hoch wie nie zuvor und den Menschen geht es gut. Schließlich habe ich die Arbeitslosenzahlen seit 2005 nahezu halbiert auf 2,53 Millionen. Ludwig Erhards Forderung nach Wohlstand für alle gilt auch in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung.

Leider sind das wieder nur Halbwahrheiten. Die ganze Wahrheit sind anders aus:

- 6.194.000 Menschen beziehen in Deutschland Hartz IV,

- über eine Million Menschen beziehen Grundsicherung im Alter (Hartz IV für Rentner); Tendenz stark steigend,

- über 5 Millionen Menschen leben von prekären Beschäftigungsverhältnissen,

- über 2 Millionen Menschen arbeiten für einen gesetzlichen Mindestlohn,

- mehr als 1,5 Millionen bedürftige Menschen sind auf milde Gaben und abgelaufene Lebensmittel der Tafeln angewiesen,

- die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander,

- die Armut von Alleinerziehenden nimmt rasant zu,

- in einem der reichsten Länder der Erde, nämlich in Deutschland, gehören den reichsten 10% der Haushalte 60% des Nettovermögens. Die untere Hälfte der Haushalte muss sich dagegen mit 2,5% des gesamten Nettovermögens begnügen.

Die von Bundesmutti Merkel viel gepriesene "soziale Marktwirtschaft" entpuppt sich bei näherem Hinsehen immer mehr als sozial ungerecht. Die "soziale Marktwirtschaft 2016" gerät dabei zusehends in die Schusslinie des Casino- und Raubtier-Kapitalismus. Die drohende Bankenkrise 2.0 wird sie endgültig eliminieren.

Nach der gewonnenen Bundestagswahl 2013 sang Angela Merkel noch mit Parteifreunden "An Tagen wie diesen" von den Toten Hosen. Nach der Bundestagswahl 2017 passt wohl eher das Chanson von Hildegard Knef: "Von nun an ging`s bergab!"

Roland Klose, Bad Fredeburg
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Kommentare

# Unsere Bundesmutti!Alois Sepp 2016-12-07 21:29
Wobei mit "unsere" garantiert nicht der größte Teil unserer deutschen Bevölkerung gemeint ist, sondern bestenfalls ihre Steigbügelhalter der schwarz eingefärbten Berliner Bundespolitiker. Gemeint sind auch diejenigen unter ihnen, die sie noch nicht abgeschossen oder kalt gestellt hat.
Ein bekanntes Sprichwort sagt: "Jeder Kramer lobt seine eigene Ware" Dass natürlich unsere Bundesmutti als oberste Polit-Krämerin ihre eigene (politische) Ware lobt ist klar. Hoffentlich lässt sich die Wählerschaft bei der kommenden Bundestagswahl nicht wieder hinters Licht führen. Im Gegenteil, die Wählerschaft sollte endlich einmal aufstehen und sich als "Schiedsrichter" betätigen und möglichst viele "rote Karten" verteilen!

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