Fake News: Donald Trump und Konrad Adenauer - QR Code Friendly
Wir leben angeblich in postfaktischen Zeiten, wo Tatsachen ignoriert und offensichtliche Lügen mithilfe der sozialen Medien verbreitet werden. Ein neues Phänomen, die sog. Fake News, die unter Vortäuschung falscher Tatsachen bei Facebook, Twitter & Co. an den Mann und an die Frau gebracht werden?

Nein, natürlich nicht, obwohl sich hartnäckig die Mär hält, Donald Trump habe mithilfe von Falschinfos auf Facebook und unterstützt von Hackerangriffen Wladimir Putins die US-Wahl für sich entscheiden können. Deshalb befürchtet die GroKo in Deutschland, auch die Bundestagswahl 2017 könnte von Fake News, feindlichen Hackerangriffen und der bewussten Manipulation der öffentlichen Meinung beeinflusst werden.

Alles Quatsch, Fake News oder Lügen haben schon immer die Wahlkämpfe seit Bestehen Deutschlands beeinflusst, obwohl es damals weder das Internet noch die sozialen Medien gab. Ein prägnantes Beispiel dafür ist der ehemalige CDU-Bundeskanzler Konrad Adenauer (1949-63). Im Bundestagswahlkampf 1961 sagte Adenauer damals in bewährter Trump(el)-Manier über den SPD-Kanzlerkandidaten Willy Brandt alias Herbert Frahm, ich zitiere wortwörtlich:

"Dieser Mann ist der uneheliche Sohn einer Proletarierin, wechselt seinen Namen, bevor er 1933 nach Skandinavien flieht und dort gegen die Deutschen hetzt, im Spanienkrieg macht er Propaganda für die Roten, kämpft sogar - was er bestreitet - in ihren Reihen mit der Waffe in der Hand. Kehrt 1945 zurück, in einer norwegischen Uniform, und hat nichts Eiligeres zu tun, als nach draußen über den Nürnberger Prozess zu berichten und Deutschlands Schande breitzutreten. So einen wählt man nicht."

Roland Klose, Bad Fredeburg
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