Putin 2016 und Barschel 1987 - QR Code Friendly
Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Einschätzung der US-Geheimdienste eine Kampagne angeordnet, um den Ausgang der amerikanischen Präsidentschaftswahl zu beeinflussen. Russland habe das Ziel verfolgt, den Glauben der Öffentlichkeit in den demokratischen Prozess der USA zu untergraben, die demokratische Kandidatin Hillary Clinton zu verunglimpfen und ihre Chancen auf einen Wahlsieg zu schmälern, heißt es darin.

Kommt mir alles sehr bekannt vor. Ich sage nur Uwe Barschel (+1987), ehemaliger CDU-Mininsterpräsident von Schleswig-Holstein, und sein Medienreferent Reiner Pfeiffer. Durch Fake News und eine beispiellose Verleumdungskampage gegen seinen SPD-Herausforderer Björn Engholm, der sog. Barschel-Affäre, wollte Barschel damals seine Wiederwahl sichern. In Deutschland nennen wir diese Vorgehensweisen Wahlkampf.

Übrigens, Wahlen werden immer durch Kampagnen, Enthüllungen, Personen bzw. innere und äußere Ereignisse beeinflusst. So wird es auch bei der Bundestagswahl 2017 in Deutschland sein. Versagen bei der inneren Sicherheit, soziale Ungerechtigkeit, Altersarmut, Donald Trump, ISIS-Terror, Anis Amri, NSA, Edward Snowden, die Flüchtlings-, Banken- und EU-Krise können z. B. den Wahlausgang entscheidend beeinflussen.

Wer da mit dem Finger ausschließlich auf Wladimir Putin zeigt, der trifft noch nicht einmal die Spitze des Eisbergs.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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