Trumps und Ulbrichts Mauer - QR Code Friendly
So dreist wie Donald Trump war selbst Walter Ulbricht nicht, als er am Sonntag, den 13. August 1961, den Befehl zum Bau der Be(ä)rliner Mauer gab. Warum? Der Genosse Staatsratsvorsitzende Ulbricht verlangte nicht von der BRD, dass sie seinen sog. "Antifaschistischen Schutzwall" gegen Republikflucht bezahlen sollte. Die Berliner Mauer wurde stattdessen mit dem Blut, Schweiß und Tränen der Werktätigen der DDR finanziert und gebaut.

Wenn der President-elect Donald Trump jetzt von Mexiko fordert, seine Mauer zum Schutz gegen illegale Einwanderung in die USA zu bezahlen, dann verstößt dieses unlautere Gebaren gegen gute nachbarschaftliche Sitten und Gebräuche. Jeder Hausbesitzer, der sein Grundstück mit einem Zaun, einer Hecke oder einer Mauer schützen und damit wie ein Hund sein Revier markieren will, weiß doch, dass derjenige dafür zahlen muss, welcher dies ausdrücklich wünscht.

Gute Nachbarn, die beide ihr Grundstück abgrenzen wollen, verständigen sich meist darauf, sich die Kosten für den Zaun, die Hecke oder die Mauer zu teilen. Die USA und Mexiko sind im Sinne von Donald Trump aber keine guten Nachbarn, weil aus Mexiko nur das Böse kommt: illegale Einwanderer, die den Amis die Arbeitsplätze stehlen, und Billigimporte, worunter die amerikanische Wirtschaft leidet. Deshalb wird der Nachbarschaftsstreit zwischen den USA und Mexiko früher oder später eskalieren. Wer der Verlierer sein wird, das ist schon heute klar - nämlich Mexiko und seine Bürger.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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