Bausparen ist Blödsparen! (gedruckt) - QR Code Friendly

Berliner Morgenpost vom 24.02.2017, laut genios.de, Titel: "Das Bausparkassen-Urteil ist fragwürdig"



In Deutschland galt bisher der Rechtsgrundsatz, Verträge können nicht einseitig gekündigt werden. Aus die Maus. Der Bundesgerichtshof erlaubt jetzt sogar Kündigungen von Bausparkassen bei noch nicht zuteilungsreifen Bausparverträgen wegen der aktuellen EZB-Niedrigzinspolitik und eines bei Vertragsabschluss seinerzeit zugesagten Zinssatzes in Höhe von bis zu 4%. Ca. 250.000 Bausparer sind von diesen einseitigen Kündigungen betroffen.


Es ist unglaublich, aber leider wahr, wie mit Bausparern umgegangen wird. Sie werden nicht nur quasi enteignet, sondern auch noch als Freiwild ihrer vertraglichen Rechte beraubt. Das alles ist Fakt und geschieht in der sog. Bausparkassen- und Banken Republik Deutschland, wo wiederum Sparer von den Banken mit Minizinsen abgespeist oder sogar ab einem Sparvermögen von Euro 100.000 mit Strafzinsen belegt werden.

Deshalb sollten Bausparkassen zukünftig wie die Pest gemieden werden, denn sie sind in Wirklichkeit keine Bausparkassen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes Baukredithaie, die von gewährten Bauspardarlehen leben. Und dieser hohe Kreditzinssatz im Vergleich zum Bausparzinssatz ist bindend und nicht einseitig kündbar. So verkommt in Deutschland der Bundesgerichtshof zum Bausparkassengerichtshof. Mit dem deutschen Michel mit Schlaf- und Zipfelmütze können sie es ja machen.

Der frühere Werbeslogan "Bausparen bei Schwäbisch Hall ist Schlausparen!" führt somit gezielt in die Irre und ab absurdum. Richtig wäre, "Bausparen ist Blödsparen!" Früher galt: "Mit Sparen fängt der Wohlstand an". Heute in dieser perfiden Finanzwelt wollen sie uns alle nur einreden: "Wer spart ist immer der Dumme! Nur Shoppen auf Pump ist angesagt und schafft Arbeitsplätze!"

Roland Klose, Bad Fredeburg


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Kommentare

# Bausparen ist BlödsparenAlois Sepp 2017-02-22 20:59
Absolut richtig. Und da reden unsere Politstrategen so abfällig von "Bananenrepubliken". Das was hier in Deutschland spätestens seit der (staatlich subventionierten) Bankenkrise geschieht, fordert wirklich -seitens der hier lebenden Bürger- radikalere Maßnahmen heraus. Wen wundert es, wenn "Politikverdrossenheit" an der Tagesordnung ist. Scheinbar stecken oberste Gerichte jetzt auch schon unter der "Kapitalfuchtel" der Konzerne!

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