Höcke und Erdogan - QR Code Friendly

Was haben Björn Höcke (AfD-Chef in Thüringen) und der Türken-Diktator Recep Tayyib Erdogan gemeinsam?

Beide können Adolf Hitler nicht vergessen.

Björn Höcke (AfD) hat wieder einmal aus der Hocke geschossen, in dem er im "Wall Street Journal" Adolf Hitler mit den Worten verteidigt, ich zitiere: "Das große Problem ist, dass man Hitler als das absolut Böse darstellt. Wir wissen aber natürlich, dass es in der Geschichte kein Schwarz und kein Weiß gibt." Damit mutiert Höcke zum Umfrage-Killer der AfD. Time to say Goodbye!

Und Sultan Erdogan? Zur Geschichte: Der deutsch-türkische Freundschaftsvertrag (türkisch: Türk-Alman Dostluk Pakti) wurde zwischen dem Nazi-Regime Hitlers und der Türkei am 18. Juni 1941 in Ankara vom deutschen Botschafter in der Türkei, Franz von Papen (1933-34 Vizekanzler im Kabinett Hitler, 1947 als Kriegsverbrecher zu acht Jahren Arbeitslager verurteilt), und dem türkischen Minister für Auswärtige Angelegenheiten, Sükrü Saracoglu, unterzeichnet. Er trat am selben Tag in Kraft. Das "Dritte Deutsche Reich" und die Türkei einte damals ein gemeinsames Feinbild: das Judentum.

Kurioserweise ist es heutzutage ausgerechnet der türkische Staatspräsident und Diktator Recep Tayyib Erdogan, der Deutschland seit den Absagen von Gaggenau und Frechen "Nazi-Praktiken" vorwirft. Da soll sich Erdogan doch gerade wegen der türkischen Verbrüderung mit Hitler an die eigene Nase fassen. Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen und der Nazi-Keule werfen, oder?

Roland Klose, Bad Fredeburg


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Kommentare

# Höcke und ErdoganAlois Sepp 2017-03-07 21:37
Ja, Björn Höcke hat sich mit seinem blödsinnigen und braunen Geschwafel wirklich keine Freunde gemacht, am allerwenigsten in der AfD selbst. Die AfD ist in ihrer Gesamtheit alles andere als "Braun und Nazihaft", es wird meist jedoch das angesprochen, was den Nerv der Menschen in Deutschland trifft. Leider gibt es auch in der AfD genau solche Dummschwätzer und Selbstherrliche Typen wie in den anderen Parteien. Nur mit dem einen Unterschied, dass gezielt fast immer nur auf die AfD geschossen wird. Die anderen lässt man lieber unangetastet, wollen ja wiederholt ihren sicheren Sitz in den Parlamenten behalten. Dazu ist die AfD als "Feindbild" gerade praktisch.

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