Trumps
Die Chinesische Mauer, auch "Große Mauer" genannt, ist eine historische Grenzbefestigung, die das chinesische Kaiserreich vor nomadischen Reitervölkern aus dem Norden schützen sollte. Mit ihrem Bau wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. begonnen. Sie erstreckt sich nach neuesten Erhebungen über 21.196,18 Kilometer und umfasst 43.721 Einzelobjekte und Standorte.
 
Trumps Mauer zu Mexiko soll dagegen 3.200 km lang werden und ca. 21 Milliarden US-Dollar kosten. Auf der US-Seite soll die Farbgebung "ästhetisch ansprechend" sein. Das geht aus den Anforderungen der Zoll- und Grenzschutzbehörde hervor, die das Projekt leitet und später für die Bewachung und Instandhaltung des Bauwerks zuständig wäre.
 
Wie wir alle aus innerdeutschen Erfahrungen wissen - die Berliner Mauer teilte schließlich Berlin 28 Jahre lang - sind Mauern Symbole der Isolation und Abschottung und rufen Widerstand hervor, mögen sie auch noch so schön mit Graffiti besprüht werden. So schwärmte schon Erich Honecker von seinem "Antifaschistischen Schutzwall", der vor Republikflucht und dem feindlichen Kapitalismus schützen sollte: "Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf." Trotzdem konnte die Berliner Mauer an jenem denkwürdigen 9. November 1989 vom deutschen Volk überwunden und nutzlos gemacht werden. Träume sind nunmal stärker als Mauern.
 

Trumps "Protektionistischer Schutzwall" nach dem Motto "America First!", der vor illegaler Einwanderung, Drogendealern, Kriminellen und Billigimporten aus Mexiko schützen soll, ist wie Ulbrichts DDR-Mauer ein Relikt aus der "Steinzeit", das von den Chinesen abgekupfert wurde. Mauern werden fallen, weil sie keine Lösung für die Ewigkeit sind. Da gibt es doch heutzutage weitaus effektivere und kostengünstigere Methoden aus dem Bereich der technischen Innovationen, die Mauern unnötig erscheinen lassen.

 

Ich denke dabei an die Überwachung von Grenzen durch sog. Polizei-Drohnen, die sofort illegale Grenzüberschritte mit den entsprechenden Fotos an die Sicherheitsorgane melden, welche die unverzügliche Verhaftung und Abschiebung der geflüchteten Mexikaner einleiten könnten. Ist US-Präsident Donald Trump etwa noch nicht in der "hochtechnisierten Kampfdrohnen-Welt" in den USA angekommen, die einst sogar dem Mond als erste Nation der Welt einen Besuch abstatteten? Meine Meinung dazu: Rote Karte für Trump - Trump Last!

 

Roland Klose, Bad Fredeburg


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