Berliner Kurier vom 15.05.2017, laut genios.de, Titel: "Volksvertreter sind für Gerechtigkeit da"


 

"Marionetten", das ist der neue, umstrittene Text des Songs von Xavier Naidoo und der "Söhne Mannheims". Verständlich, warum gerade dieser Song, der sich überaus kritisch mit der politischen Elite in unserem Staat Deutschland auseinander setzt, solche Wellen schlägt. Denn, in Schleswig-Holstein und NRW sind in Kürze Landtagswahlen und im September 2017 steht eine entscheidende Bundestagswahl ins Haus. Unverständlich ist dagegen, Naidoo deshalb Rechtspopulismus und "braune" Tendenzen zu unterstellen.
Richtig ist aber, Naidoo geht mit den führenden Politikern unseres Staates ins Gericht, weil sie viel zu oft "Marionetten" bzw. "Lobbyisten" sind, die nicht als Volksvertreter Politik für das Volk machen, sondern als sog. "Volksverräter" nur im Parlament, dem sog. "Puppentheater", die Interessen von bestimmten Volksgruppen vertreten wie z. B. der Banken, der Automobilindustrie, der Energiewirtschaft, der Rüstungsindustrie, der Entsorgungswirtschaft, der Atomkonzerne, der Versicherungen und Bausparkassen, der Krankenkassen, der Superreichen, der mächtigen DAX-Unternehmen etc. und dafür insgeheim auch noch entlohnt werden. Diese Volksgruppen ziehen nämlich die Fäden im Hintergrund, schreiben sogar an Gesetzen mit und beeinflussen unsere "Marionetten-Politiker" nachhaltig, wenn es z. B. inmitten einer Finanzkrise um die Rettung der Banken geht. Zu erkennen sind diese umstrittenen Politiker, wenn sie nach ihrer Politikerlaufbahn in einen lukrativen Job in der freien Wirtschaft wechseln, für den sie zuvor verantwortlich Lobbyarbeit in der Politik geleistet haben.

Wirkliche deutsche Volksvertreter vertreten nämlich nicht ausschließlich nur die Interessen der deutschen Wirtschaft und der US-Schutzmacht, wie z. B. die Erhöhung des deutschen NATO-Beitrags oder die Beteiligung an globalen Invasions- und Wirtschaftskriegen, sondern das deutsche Volk, um Schaden von ihm abzuwenden und es zu sozialer Gerechtigkeit und Frieden zu führen. Darum kann ich die Kritik an Xavier Naidoo mitten im Wahlkampf absolut nicht nachvollziehen.

Roland Klose, Bad Fredeburg


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