Martin Schulz und das Phantom Merkel - QR Code Friendly
SPD-Generalsekretärin Katarina Barley, die einen deutschen und einen britischen Pass besitzt, wird als Nachfolgerin von Manuela Schwesig (SPD) neue und die 19. Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend seit Bestehen des Bundesfamilienministeriums im Jahr 1953. Bei Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949 gab es dieses Ministerium noch nicht, obwohl die sog. Trümmerfrauen maßgeblich am Wiederaufbau Deutschlands beteiligt waren. In Deutschland 21 ist das Bundesfamilienministerium jedoch mittlerweile eine Domäne der Frauen, obwohl früher einmal die CDU-Minister Franz-Josef Würmeling (1953-62), Bruno Heck (1962-68) und Heiner Geißler (1982-85) für Familienangelegenheiten zuständig waren, was Alt-Bundeskanzler Gerd Schröder (SPD) im Jahr 1998 als Ministerium für "Familie und Gedöns" bezeichnete.
 

Katarina Barley ist damit die 11. Frau in Folge, die das Bundesfamilienministerium leiten soll. Gibt es keine emanzipierten Männer in Deutschland mehr, die sich für die Familie, die Senioren, die Frauen und unsere Jugend engagieren und stark machen können? Schade, dass es die Barley geworden ist. Warum? Es wäre für den SPD-Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten Martin Schulz die einmalige Chance gewesen, sich im Bundeskabinett Merkel III zu profilieren, in dem er z. B. medienwirksam für Frauen den gleichen Lohn für gleiche Arbeit wie für Männer einfordert und die kostenlose Unterrichtung, Betreuung und Versorgung unserer Kinder in Ganztagskitas, -kindergärten und -schulen propagiert. So steht Martin Schulz weiterhin im Schatten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der er freiwillig die große politische Bühne überlässt. Stattdessen bereist Schulz im Bundestagswahljahr 2017 die deutschen Provinzen und wettert mit einem noch nicht schlüssigen Wahlprogramm gegen das Phantom Merkel. So wird das nichts mit der Machtübernahme im Bundeskanzlerinamt in Be(ä)rlin, lieber Martin Schulz.

 

Roland Klose, Bad Fredeburg


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