Bauern sollen an ihrer eigenen Gülle ersticken! (gedruckt) - QR Code Friendly

Sächsische Zeitung Dresden vom 17.06.2017, laut genios.de, Titel: "Umwelt"


 

Trinkwasser soll wegen zu hoher Nitratbelastung bald bis zu 45% teurer werden. Warum? Unsere Bauern bringen auf ihren Feldern zu viel stickstoffhaltigen Dünger und viel zu viel Gülle auf. Für diese Zwecke kaufen sie sogar Gülle aus den Niederlanden hinzu, was unsere Umwelt wegen der Transporte zusätzlich mit CO2 und Stickoxiden belastet. Das Ergebnis ist eine Verseuchung unserer Natur und unseres Grundwassers mit Nitrat, was in Nitrit übergehen kann, das bekanntlich krebserregend sein soll. Dabei wird sogar befürwortet, dass unser Trinkwasser bedenkenlos getrunken werden kann. 
Eine Schande, wie in Deutschland Landwirtschaftspolitik zulasten der Gesundheit der Bürger betrieben wird. Unser Grund- und Trinkwasser sollte uns zwar heilig sein, aber nicht um jeden Preis. Deshalb sollten nicht die Verbraucher von Trinkwasser die Mehrkosten für die Reinigung und Wiederaufbereitung in Höhe von bis zu 45% tragen, sondern nach dem Verursacherprinzip folgerichtig die Bauern. Ich darf doch auch nicht als Bürger meinen Müll im Wald entsorgen, vor den Haustüren anderer Leute scheißen, in Kneipen rauchen oder im Garten ein Feuerchen machen, ohne dass ich ein Bußgeld vom Ordnungsamt bekomme. Haben unsere Bauern etwa mehr Rechte als wir? Bauern, die mit Gülle unsere Natur und unser Grundwasser verseuchen, sollen an ihrer eigenen Gülle ersticken.
Ein Tipp von mir zur Problemlösung: Aus Gülle kann mittlerweile in einem Biomassekraftwerk Energie, Wärme und Strom gewonnen werden. Die Endlagerung im Grundwasser und eine 45%-ige Preiserhöhung für Trinkwasser dürfte damit wohl entfallen.
Roland Klose, Bad Fredeburg

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