Sherpas und Gipfelstürmer in die Berge! - QR Code Friendly
Bei G20-Gipfeln wie zuletzt in Hamburg sind die sog. Sherpas angeblich unverzichtbar. Aber was genau sind "Sherpas"? Ein Gebirgsvolk, das in der Nähe des Mount Everest lebt. Ohne sie würden nur wenige Bergsteiger und Gipfelstürmer im asiatischen Himalaya an ihr Ziel gelangen. Diese Bergmenschen sind ideal an die Lebensbedingungen in extremen Höhen angepasst. Bei Expeditionen im Himalaya werden sie deshalb häufig als Gepäckträger und Führer angeworben.
 
Die modernen Sherpas der G20-Gipfel sind aber alles Andere als die Aktenträger ihrer politischen Führer und Gipfelstürmer. Sherpas sind Fachleute auf ihren jeweiligen Gebieten, welche die G20-Gipfel vorbereiten, in strittigen Fragen kompetent vermitteln, Lösungsvorschläge erarbeiten und bis tief in die Nacht hinein an einem erfolgreichen Abschlusscommunique feilen, das von politischen Übereinstimmungen zeugt und Einigungsprozesse präsentiert. Ohne qualifizierte Sherpas kann kein G20-Gipfel erfolgreich erklommen werden.
 
Warum dann eigentlich ein chaotischer G20-Krawall-Gipfel in Hamburg an der Elbe? Back to the Roots. Deshalb mein Vorschlag: G20-Gipfel sind zukünftig nur noch auf den schwer erreichbaren Gipfeln in den Bergen auszutragen - in aller Abgeschiedenheit in einer einsamen Berghütte oder einem Berghotel z. B. auf dem Brocken, der Zugspitze oder dem Karwendel. Und die jeweiligen Regierungschefs der G20 dürfen erst wieder von ihren Sherpas ins Tal hinab geführt werden, wenn sie sich in einer Art "Konklave der Bergwelt" auf gemeinsame und verbindliche Beschlüsse für eine gerechtere und bessere Welt zum Wohle aller Menschen geeinigt haben. Denn wie sagte bereits Adolf Hitler auf dem Obersalzberg: "Im Angesicht der Berge habe ich die wichtigsten Entscheidungen meines Lebens getroffen."
 
Und wo bleiben die Demonstranten? Sie dürfen abgeschirmt von der Polizei und Soldaten der Bundeswehr im Tal einmal um den jeweiligen Berg herum marschieren und gegen die Gipfelstürmer demonstrieren. Und wer vermummt kommt und randaliert, den holt der Yeti.
 
Roland Klose, Bad Fredeburg

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