Regensburger Prügel- und Sexspatzen - QR Code Friendly
Der Kölner Weihbischof Ansgar Puff - der Name ist nicht Programm - zur im Deutschen Bundestag verabschiedeten Ehe für alle: "Nur durch die Ehe zwischen Mann und Frau kann neues Leben entstehen." Richtig, Herr Weihbischof, aber es ist dennoch falsch, wenn die katholische Kirche behauptet, unter der "Ehe für alle" müssten vor allem die Adoptivkinder der gleichgeschlechtlichen Partner leiden.
 
Warum? Der jetzt vorliegende Untersuchungsbericht zu den Missbrauchsvorwürfen bei den Regensburger Domspatzen enthüllt auf die grausamste Art und Weise, dass die "Regensburger Prügel- und Sexspatzen" 30 Jahre lang unter dem Domkapellmeister, Priester und Papst-Bruder Georg Ratzinger und einer Aura des Schweigens, des Wegschauens und des Pflichtzölibats für Priester wirklich Unvorstellbares ertragen mussten. Es herrschte in dem Knaben-Internat und dem Chor von Weltrang ein System der Angst, worin Georg Ratzinger von einem Missbrauchsopfer als perfektionistisch, jähzornig und als notorischer Schläger charakterisiert wurde. Es war die Hölle: 547 Knaben wurden in 60 Jahren Opfer von Gewalt; 67 Knaben davon Opfer von sexuellen Misshandlungen und Missbräuchen. Die Täter waren 49 Lehrer, Priester und Aufsichtspersonen. Welcome to Hell! Schlimmer als bei den "Regensburger Prügel- und Sexspatzen für alle" kann es den Kindern in der sog. "Ehe für alle" wohl kaum ergehen, oder?
 
Roland Klose, Bad Fredeburg

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Kommentare

# Regensburger Prügel- und SexspatzenAlois Sepp 2017-07-20 07:34
Tut mir leid, wenn ich hier nicht voll zustimmen kann.
1. Jede Suppe wird nicht so heiß gegessen wie sie gekocht wird. Leider bin ich mir in meiner Vermutung sicher, dass sich heute so mancher "Damaliger", der auch mal eine "sicherlich" verdiente Ohrfeige bekommen hat, als "entschädigungsreifes" Opfer darstellt. Geld stinkt bekanntlich nicht
2. Wenn man einer Organisation, einer Person, einer Gesellschaftsgruppe, oder auch der Kirche versucht, einfach nur Negatives nachsagen zu wollen, ist "leider" jedes Mittel recht, dies auch zu tun.
3. Wer gibt uns die Sicherheit, dass die gemachten Angaben genau so stimmen wie dargestellt? Sicherlich gibt es Einzelfälle die ich nicht in Abrede stellen möchte, aber in dieser Anzahl, in dieser Art und Weise, halte ich dennoch für nicht ganz glaubwürdig.
4. Im Grunde genommen könnten wir alle uns als Prügelopfer bezeichnen, weil wir von den Eltern oder auch mal eines anderen Erwachsenen richtiger Weise eine eingefangt haben. Erstens waren wir Kinder keine Heiligen, sondern auch Lausbuben. Wir haben so manchen Schabernack angestellt, der nicht rechtens war. Der Unterschied zu heute war jedoch, dass unsere "Missetaten" keine "Kriminellen" waren, meist auch niemand zu Schaden kam.
# Prügel- und SexspatzenRoland Klose 2017-07-21 07:43
Zustimmung habe ich auch gar nicht erwartet. Ich habe lediglich aus dem Untersuchungsbericht zitiert und die "Regensburger Prügel- und Sexspatzen für alle" mit den Adoptivkindern der "Ehe für alle" verglichen - nicht mehr und nicht weniger. Im Übrigen kann und darf ich von einem Priester mehr erwarten als Prügel und sexuellen Kindesmissbrauch (Jesus: "Liebet einander, so wie ich Euch geliebt habe!"). Die Kirchen werden deshalb zurecht immer lehrer.

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