Viktor Orban: Solidarität ist keine Einbahnstraße!  - QR Code Friendly

Viktor Orban beweist keinerlei Solidarität, wenn es darum geht, Flüchtlinge nach verbindlicher EU-Quote in Ungarn aufzunehmen. Jetzt fordert er sogar die Solidarität der EU mit Ungarn ein, weil er gerne den in der Flüchtlingskrise 2015 errichteten Grenzzaun zu Serbien und Kroatien zur Hälfte von der EU bezahlt haben möchte, der die Flüchtlinge auf der Balkanroute an Ungarn vorbei umleitete. Es geht dabei um 400 Millionen Euro, die Brüssel an Ungarn zahlen soll.

 

Wie absurd ist das denn? Hat sich die Bundesrepublik Deutschland etwa an den Kosten der Berliner Mauer beteiligt, die Walter Ulbricht in der Nacht zum Sonntag, dem 13. August 1961, eiligst gegen die Massenrepublikflucht von DDR-Bürgern bauen ließ? Nein, mitnichten, weil der sog. "Antifaschistische Schutzwall" nichts Anderes war als eine Gefängnismauer, welche den DDR-Bürgern die Reisefreiheit in den kapitalistischen Westen verweigerte. Viktor Orban ist im Vergleich zu Ulbricht dagegen ein ungarischer Türsteher, dessen Grenzzaun einen "Antihumanistischen Schutzwall gegen Flüchtlinge aus aller Welt" darstellt - frei nach dem Motto: "Flüchtlinge müssen wie Hunde draußen bleiben. Ihr kommt hier nicht rein!"  

 

Viktor Orban verdient deshalb überhaupt keine Solidarität der EU-Mitgliedstaaten, weil Mauern nun mal auf Dauer gesehen keine Probleme lösen, wie es die Geschichte der Be(ä)rliner Mauer eindrucksvoll beweist. Mauern sind Stolpersteine in den Herzen der Menschen, denn eine bessere und menschlichere Welt schaffen wir nur durch eine neue und gerechtere Weltwirtschaftsordnung, durch mehr Demokratie, durch militärische Abrüstung anstatt immer noch noch mehr Waffen, durch Frieden unter den Weltreligionen und durch einen Marshallplan für die unterentwickelten Länder dieser Erde, die allen Menschen Hilfe zur Selbsthilfe und einen gewissen Wohlstand in Freiheit und Gerechtigkeit schenkt. Wann sehen wir das endlich ein?

 

Roland Klose, Bad Fredeburg


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