Manuela Schwesig: Bildung im SPD-Wahlprogramm und bei ihrem Sohn Julian (10) (gedruckt) - QR Code Friendly

Münchner Abendzeitung vom 09.09.2017, laut genios.de, ohne Titel


 

Im SPD-Wahlkampfprogramm für die Bundestagswahl am 24. September 2017 steht folgendes: "Wir wollen jedem Kind die Türen zu guter Bildung öffnen. Weder Geld noch Herkunft dürfen dabei eine Rolle spielen. Deshalb machen wir Bildung gebührenfrei. Und zwar von der Kita über die Ausbildung und das Erststudium bis zum Master und zur Meisterprüfung. Damit schaffen wir gleiche Chancen für alle Kinder in Deutschland und investieren so in die Zukunft."      

Richtig, liebe SPD, aber warum schickt dann ihre ehemalige Bundesfamilienministerin und jetzige Ministerpräsidentin von MeckPomm, Manuela Schwesig, ihren Sohn Julian (10) auf eine Privatschule und nicht auf eine ganz normale Regelschule? Meine Antwort dazu: Eben weil in Deutschland immer noch das Einkommen und die Herkunft über den Genuss von guter Bildung entscheiden, die auf einer Regelschule nicht gewährleistet werden kann. Nicht umsonst rangiert Deutschland in der PISA-Studie von 2015 bei der angebotenen Bildung lediglich im oberen Mittelfeld unter den 70 getesteten Staaten. Wenn Bildung gebührenfrei wird, heißt das noch lange nicht, das unser allgemeines Bildungssystem auch wirklich gut ist.    

Was sagte noch der ehemalige Reichskanzler Otto von Bismarck (1871-90) unter anderem über Wahlprogramme und Wahlkämpfe: "Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd."

Roland Klose, Bad Fredeburg

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