Kennedy und Trump: West-Berlin und Jerusalem - QR Code Friendly
Wenn US-Präsident John F. Kennedy (1961-63) mitten im Kalten Krieg im geteilten Deutschland und das auch noch kurz nach dem Bau der Be(ä)rliner Mauer am 13. August 1961 veranlasst hätte, die US-Botschaft von Bonn nach West-Berlin zu verlegen, wäre dies eindeutig als westliche Provokation und als Verletzung des Vier-Mächte-Status verstanden worden, weil West-Berlin nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg (1939-45) nun mal nicht mehr Bestandteil der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland war und deshalb auch nicht mehr länger die Hauptstadt Deutschlands sein durfte. Doch Kennedy war Gott sein Dank diesbezüglich ein besonnener Politiker, der im Interesse des Weltfriedens handelte. Ansonsten wäre die Geschichte des geteilten Deutschlands und des geteilten Europas vermutlich ganz anders ausgegangen.

Doch US-Präsident Donald Trump ist leider nicht Kennedy. Mit seiner angekündigten Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem, der "Stadt des Friedens", erkennt er faktisch Jerusalem als Hauptstadt Israels an und macht damit eine Zwei-Staaten-Lösung im Heiligen Land unmöglich. Das ist eine gezielte Provokation, die den Frieden in Israel und im gesamten Nahen Osten zwischen Juden, Palästinensern und Arabern massiv gefährdet. Trump ist eben nicht Kennedy, sondern unberechenbar bzw. ein Waffendealer der US-Rüstungsindustrie und Kriegshetzer, der provoziert und spaltet statt eint. Gäbe es auf der Erde 21 einen "Anti-Friedensnobelpreis" Donald Trump würde ihn zweifelsohne sofort zugesprochen bekommen

Roland Klose, Bad Fredeburg
Bewerten, Kommentieren und Teilen in sozialen Netzwerken und in der Bürgerredaktion:

Um diesen Artikel hier in der Bürgerredaktion zu kommentieren, bitte anmelden.

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 
(Durchschnittliche Bewertung 0 bei Bewertung(en))