Vaterunser: Papst Franziskus irrt! (gedruckt) - QR Code Friendly
Passauer Neue Presse vom 11.12.2017, laut genios.de, Titel: "Vaterunser-Debatte: Von "sehr froh" bis "völlig perplex"


Statt zum 500. Reformationsjubiläums am 31. Oktober 2017 zu Ehren des großen Reformators Martin Luther (1483-1546) in Wittenberg zu erscheinen, stellt Papst Franziskus nun allen Ernstes ausgerechnet das Gebet Jesu, das Vaterunser, in Frage - und zwar die ökumenische und deutsche Fassung aus dem Jahr 1971, auf die sich die katholische und evangelische Kirche in Deutschland seinerzeit geeinigt hatte - weil es seines Erachtens ein völlig falsches Gottesbild vermittelt.

Statt "Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen" soll es laut Papst Franziskus nun heißen: "Lass mich nicht in Versuchung geraten,..." Warum? Laut Franziskus führt nicht Gott in Versuchung, sondern nur der Satan.

Meines Erachtens scheint Papst Franziskus rein gar nichts von der Freiheit eines Christenmenschen verstanden zu haben. Gott stellt uns nämlich immer wieder aufs Neue vor die Wahl, uns in Freiheit für das Gute oder das Böse, für oder gegen ihn zu entscheiden. Das ist die Versuchung Gottes. Doch Gott bietet uns auch Rettung und Erlösung aus dem Teufelskreis der Sünde an, wenn wir unser böses Tun vor ihm bekennen und bereuen und somit als verlorener Sohn den Weg zu unserem Vater zurückfinden.

Wenn Papst Franziskus den deutschen Text des Vaterunsers ändern will, dann irrt er und hat unseren Herrn Jesus Christus nicht wirklich verstanden. Außerdem würde dies einen Rückschritt für die Ökumene und die angestrebte Einheit aller christlichen Kirchen bedeuten. Amen.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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