Kohls Sparschweine: Bundeswehr und die Sozialversicherung! - QR Code Friendly
Deutschland ist der viertgrößte Waffenexporteur der Welt, der unter anderem Länder wie Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Türkei mit den modernsten Waffensystemen ausrüstet. Und womit muss die deutsche Bundeswehr bei ihren NATO-Einsätzen auskommen und arbeiten? Mit veraltetem Gerät aus westdeutschen und NVA-Beständen. So sind z. B. von unseren Leopard-2-Panzern derzeit nur ganze 95 Panzer einsatzfähig und von unseren U-Booten kein einziges. Noch schlimmer, der Bundeswehr fehlt es darüber hinaus sogar für ihre NATO-Einsätze an Schutzwesten, Winterbekleidung und Zelten. Das erinnert mich stark an die Sammlung von Winterbekleidung im Dritten Reich für den sog. Russland-Feldzug.

Was ist zu tun? Wenn alle Stricke reißen, dann schicken wir halt unsere Bundesverteidigungsministerin und "Flinten-Uschi", Ursula von der Leyen (CDU), allein im Hosenanzug und ganz ohne Zelt als Kanonenfutter an die kalte Putin-Front. Dann bekommt sie sicher einen Eindruck davon, wie es unseren Männern in Stalingrad ergangen ist.

Wie konnte es mit unserer Bundeswehr nur so steil bergab gehen? Altkanzler Helmut Kohl (1982-98) wollte die deutsche Wiedervereinigung im Jahr 1990 ursprünglich aus der Portokasse bezahlen. Ein Trugschluss, denn die Wiedervereinigung wurde in Wirklichkeit unter anderem durch die Einführung des Solis bzw. durch die Sparschweine Bundeswehr und die Sozialversicherungssysteme bezahlt.

So lag die Truppenstärke der Bundeswehr im Jahr 1989 noch bei 486.825 Mann (ohne DDR) - im wiedervereinten Deutschland im Jahr 2017 dagegen nur noch bei 179.562 Frau und Mann. Und warum ist heutzutage z. B. das Rentenniveau in der gesetzlichen Rentenversicherung mit 48,2% netto vor Steuern so extrem niedrig? Nicht allein wegen des demographischen Wandels, sondern weil die gesamte gesetzliche Sozialversicherung nach 1990 mit versicherungsfremden Leistungen förmlich geflutet wurde. Das Rentensystem der ehemaligen DDR war nämlich im Jahr 1990 vollkommen pleite. Daher wurden den DDR-Bürgern die Beitragszeiten im DDR-Rentensystem auf das westdeutsche Rentensystem angerechnet. Folglich bekamen sie Renten aus dem wiedervereinten Rentensystem, in das sie niemals oder kaum eingezahlt hatten.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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