Die Insolvenzverschleppung der Bundeswehr (2x gedruckt) - QR Code Friendly
Mitteldeutsche Zeitung vom 11.05.2018 und Märkische Oderzeitung vom 16.05.2018, Leserbriefseite, Titel: "Umbau der Bundeswehr ist längst überfällig" und "Das Dilemma mit der Bundeswehr"


Die deutsche Bundeswehr probt und arbeitet mit veraltetem Gerät, während die deutsche Rüstungsindustrie die Länder der Erde mit den modernsten Waffen versorgt. Wenn Kampfflieger am Boden bleiben, weil Ersatzteile fehlen oder auch Piloten, die ihre Fluglizenzen deswegen nicht erneuern können; wenn U-Boote nicht auslaufen können, weil Reparaturen anstehen; wenn Panzergrenadiere nicht ausgebildet werden können, weil in ihrer Einheit keine Panzer zur Verfügung stehen, und, und, und. Dann wird die angebliche Verteidigungsarmee, die mehr schlecht als recht unter anderem in Afghanistan, Mali und Somilia agiert, zum Sanierungsfall. Die Freiheit Deutschlands wird am Hindukusch verteidigt? Womit? Deutsche Soldaten in Afghanistan bekommen ja noch nicht einmal Stiefel gestellt, in denen sie sich keine Blasen laufen. Die musste sich übrigens mein Neffe in einem US-Armeeshop in Afghanistan selber kaufen. Die Kosten dafür wurden ihm allerdings nicht erstattet.

Ein grundlegender Umbau der Bundeswehr ist schon längst überfällig, den unsere Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) kurioserweise erst jetzt fordert. Denn, was von der Leyen bisher als Ministerin geleistet hat, das grenzt schon an Insolvenzverschleppung. Was kann da noch wirklich helfen? Die Privatisierung der Bundeswehr nach dem Vorbild der Deutschen Bahn? Und anschließend an die Börse? Wohl kaum. Warum? "Die BAHN kommt" - ist ein Werbeslogan der Deutschen Bahn AG. "Die BUNDESWEHR kommt?" - sicher, aber dann auch mit Verspätung.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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Kommentare  

# ... Bundeswehr...Alois Sepp 2018-05-06 11:27
Die heutige Bundeswehr berechtigt bestenfalls nur noch zur Verteidigung an irgendeiner Grenze Deutschlands, bis besser ausgerüstete Feuerwehren unseres Landes angekommen sind. Soweit kam es unter der jetzigen Ministerin, wobei Minsterin eigentlich schon ein falscher Ausdruck ist.

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