Auf der Zugspitze gegen explodierende hohe Mieten (2x gedruckt) - QR Code Friendly
Hamburger Morgenpost vom 08.05.2018 und Märkische Oderzeitung vom 17.05.2018, laut genios.de, ohne Titel


Die Fraktionsvorstände der GroKo 4.0 sind zur Klausurtagung auf der Zugspitze zusammen gekommen, um unter anderem über eine mögliche Verschärfung der sog. Mietpreisbremse zu diskutieren.

Einen besseren Ort dafür hätte die GroKo nicht auswählen können. Warum? Der höchste Berg Deutschlands, die Zugspitze, passt wie die Faust aufs Auge zu den explodierenden hohen Mieten, insbesondere in Deutschlands Großstädten. Denn, was nutzt schon einem Arbeitnehmer z. B. eine dreiprozentige Lohnerhöhung, wenn die Mietpreisbremse nicht funktioniert und der Vermieter ihm oder einem Nachmieter die Miete um ca. 10% erhöht. Nichts. Und mit sozialer Gerechtigkeit hat das rein gar nichts zu tun. Arbeitnehmer, Rentner und Arbeitslose müssen im Übrigen genauso scharf kalkulieren wie Arbeitgeber, zumal sie sich immer seltener wegen eines Dumpinglohnes, eines gesetzlichen Mindestlohnes, einer Minirente, der Grundsicherung im Alter oder wegen des Arbeitslosengeldes I überhaupt eine Wohnung leisten können. Die Zahl der obdachlosen Menschen in Deutschland nimmt nämlich wegen der explodierender Mieten dramatisch zu.

Was ist deshalb notwendigerweise zu tun, da der Markt und die Mietpreisbremse dies nicht gerechterweise im Sinne der Arbeitnehmer, Rentner und Arbeitslosen regeln? Mein Vorschlag dazu: Die Mieten in Deutschland müssen gedeckelt werden, das heißt, es müssen Höchstmieten in den Städten gesetzlich festgelegt werden, die von Zeit zu Zeit wie der gesetzliche Mindestlohn angepasst werden sollten. In der Anlage hierzu mein Konzept zur öffentlichen Diskussion gestellt:


Deutschlands Städte nach Einwohnern (Städtebeispiel)                           Kalthöchstmiete pro m2 in Euro     Warmhöchstmiete pro m2 in Euro
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Städte  bis ca.      10.000 Einwohner (Friedrichsthal)                                                           5,00                                                    7,20
                                                                                                                                                                                              
Städte  bis ca.      25.000 Einwohner (Schmallenberg)                                                         6,00                                                    8,20                                                        
Städte  bis ca.      50.000 Einwohner (Peine)                                                                      7,00                                                   9,20

Städte  bis ca.      75.000 Einwohner (Marburg)                                                                   8,00                                                  10,20

Städte  bis ca.    100.000 Einwohner (Kaiserslautern)                                                            9,00                                                  11,20

Städte  bis ca.    250.000 Einwohner (Braunschweig)                                                           10,00                                                 12,20

Städte  bis ca.    500.000 Einwohner (Duisburg)                                                                  10,50                                                 12,70

Städte  bis ca.    750.000 Einwohner (Frankfurt am Main)                                                      11,00                                                 13,20

Städte  bis ca. 1.000.000 Einwohner (Köln)                                                                         11,50                                                 13,70

Städte  über    1.000.000 Einwohner (Berlin)                                                                       12,00                                                 14,20


Roland Klose, Bad Fredeburg
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