Muktada al-Sadr gewinnt Wahlen im Irak - QR Code Friendly
1991 und 2003 führte die westliche Allianz unter Führung der USA zwei Kriege im Irak um Öl und die Vorherrschaft im Nahen und Mittleren Osten gegen den damaligen Aggressor und Machthaber Saddam Hussein, der angeblich mit seinen Massenvernichtungswaffen die USA bedrohte. Die USA siegte zwar auf ganzer Front und brachte dem Irak die Demokratie, aber keine Sicherheit vor islamistischem Terrorismus.

Die USA wurden im Irak immer als westliche Besatzer angesehen und nicht als Befreier. Das rächt sich nun. Bei den freien Wahlen im Irak gewinnt ein überaus engagierter Gegner der USA, der radikale schiitische Geistliche Muktada al-Sadr (44), der nach dem Sturz Saddam Husseins von 2003 bis 2011 als Kopf der nicht-staatlichen Mahdi-Armee einen Aufstand gegen die US-Truppen im Land angeführt hatte. Übrigens, Muktada al-Sadr ist der Sohn des 1999 von Saddam Hussein ermordeten Großayatollahs Muhammad Sadiq al-Sadr, nachdem der nordöstliche Stadtteil von Bagdad, Sadr City (Stadt der Revolution), benannt wurde.

Das haben die Amis nun von ihren Kriegen und ihren Demokratiebemühungen im Irak. Der Irak ist mit Sadr auf dem Weg in einen Ayatollah-Staat iranischer Prägung. Was haben da die beiden Golfkriege im Irak wirklich gebracht. Nichts als Zerstörung, Leid, Flüchtlingsbewegungen in Richtung Europa und sinnloses Töten. Außer Spesen nichts gewesen.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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