Trump:
Wenn US-Präsident Donald Trump ein wahrer Freund Deutschlands und der EU ist, wie schrecklich müssen dann erst Feinde sein. Warum? Trump droht Deutschland und der EU mit Strafzöllen und mit Sanktionen, wenn sie nicht ebenfalls aus dem Atomabkommen mit dem Iran aussteigen, was Trump im Alleingang aufgekündigt hat. Trump verlässt das mühsam ausgehandelte Pariser Weltklimaabkommen und zwingt die NATO-Partner zur Aufrüstung von 2% des Bruttoinlandsprodukts und zum Handelsbilanzausgleich. Ansonsten stehen die Zeichen auf Handelskrieg. Und die von den USA angezettelten Kriege im Nahen und Mittleren Osten veranlassen Trump keineswegs, muslimischen Kriegsflüchtlingen in den USA auch Asyl zu gewähren. Für Trump sind Migranten keine Menschen, sondern Tiere. Wie sangen noch die Comedian Harmonists so schön:

"Ein Freund, ein guter Freund,
Das ist das Beste, was es gibt auf der Welt.
Ein Freund bleibt immer Freund,
Und wenn die ganze Welt zusammenfällt."

Und was unternimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen Trumps extremistische, protektionistische und provokante Taliban-Weltpolitik, die auch noch den letzten intimen Freund auf der Weltbühne vergrault? Sie sucht krampfhaft Verbündete, wofür aber die Geschlossenheit innerhalb der EU und der NATO vonnöten ist. Kaum vorstellbar.

Und wie geht Angela Merkel bei ihrem Besuch in Sotschi mit Russlands Präsident Waldimir Putin um? Sie droht Putin weniger Erdgas abzunehmen, falls Russland gemäß dem Minsker Friedensabkommen keine Fortschritte in der Ost-Ukraine vorweisen kann. Merkel droht Russland, einem Land, das über sehr große Rohstoffvorkommen verfügt, auf das die westliche Industrie wohl kam verzichten kann.

Merkel verscherzt es sich so mit zwei Weltgiganten gleichzeitig - mit den USA und mit Russland. Kann das gutgehen? Sicher nicht, denn Merkel gerät auf diesem Wege in eine gefährliche Zwickmühle. Was muss sie stattdessen tun? Den Einen (Trump) gegen den Anderen (Putin) ausspielen. Trump damit drohen, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland aufzuheben, falls Trump den "Krieg" gegen seine Freunde und Verbündete nicht endlich aufgibt. Sicher ist, hätte Merkel Niccolo Machiavelli gelesen, würde sie anders handeln.

Roland Klose, Bad Fredeburg
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