Markus Söder bei Papst Franziskus - QR Code Friendly
Bayerns neuer Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich in einer Privataudienz bei Papst Franziskus im Vatikan seinen sakramentalen Segen zum Amtsantritt und für die bevorstehende Landtagswahl in Bayern abgeholt. Doch Söder konnte auch glänzen - natürlich mit der Aufhängung von Kreuzen in Bayerns Amtsstuben.

Was wohl Papst Franziskus dazu gesagt hat, der schon lange und bisher vergeblich die sog. "Kirche der Armen" nach dem Vorbild des armen Ordensgründers und Hl. Franz von Assisi (1182-1226) - bürgerlich Francesco Bernardone - errichten will?

Hier meine Vermutung: "Lieber Markus, an die Kreuze auf Golgatha wurden Straftäter genagelt. Unser Herr Jesus Christus hat das schändliche Kreuz jedoch durch seinen heilbringenden Tod am Kreuz in ein Siegeszeichen verwandelt - auch für Dich, mein Sohn.

Deshalb sollst Du ihm nachfolgen - im Glauben, in der Liebe und in der Hoffnung - damit auch Du eines Tages gerettet werden kannst. Das Maß aller Dinge muss dabei allerdings nicht das bloße Aufhängen von Kreuzen sein, sondern die Verwirklichung der Botschaft Christi: "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst."

Schwer genug, denn Dein Nächster wird verfolgt, gefoltert, verhungert, ist bitterarm und lebt in Not und Elend. Deshalb brauchen wir unbedingt die Kirche der Armen. Die katholische Kirche - vor allem die ach so reiche Kirche in Bayern und in Deutschland - muss sich endlich wie einst Franziskus auf dem Marktplatz von Assisi aus Protest gegen den Lebensstil der Kirche und der Gesellschaft nackig machen und sich von ihrem Reichtum und schnöden Mammon zugunsten der Ärmsten der Armen trennen, damit sie auf diesem Wege endlich wieder glaubwürdig werden kann.

"Rettet die Armen, damit auch ihr gerettet werden könnt. Denn, eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt." Das ist die wahre Kirchenreform in der Nachfolge Jesu Christi. Doch dafür brauchen wir viele Arbeiter im Weinberg des Herrn, die uns durch das Pflichtzölibat für Priester abhanden gekommen sind. Denn, was nutzen uns die prächtigsten Kirchen der Welt, wenn darin immer weniger gläubige Menschen beten und Messen dort nicht mehr stattfinden können, weil die Priester gerade auszusterben scheinen."

Roland Klose, Bad Fredeburg

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